Die Elf von Trainer Lars Brinkschröder und Co-Trainer Lennart Henkenborg konnte die bevorstehenden Derbywochen (gegen Hilter, Wellingholzhausen, im Pokal gegen Hankenberge-Wellendorf) nicht mit einem Erfolgserlebnis einläuten. Zuhause setzte es gegen die junge Mannschaft aus Hilter eine 2:1 Niederlage. Wieder geriet die Mannschaft in grün-weiß durch einen individuellen Fehler in Rückstand.

Das Trainergespann hatte bei der Aufstellung die Qual der Wahl, da wiedermal alle gesunden Spieler zu Verfügung standen und die Auswechselbank prall gefüllt war. Deshalb halfen bereits einige am Freitag bei der 2. Mannschaft aus.

Das Spiel gegen Hilter setzte dabei nahtlos dort an, wo in den vergangenen Wochen angefangen wurde, nämlich bei individuellen Fehlern die zu absolut vermeidbaren Gegentoren führen. Dieses Mal war Johannes Waack der Unglücksrabe. Der Torwart legte sich den Ball in Ruhe vor, um einen langen Ball in die Spitze zu schlagen. Dabei ließ er sich aber etwas zu lange Zeit, wurde vom Hilteraner Jonas Tappmeyer angelaufen und traf diesen dann beim Schuss am Rücken. Die daraus resultierende Bogenlampe holte sich Tappmeyer dann im Kopfballduell gegen Waack, da dieser wohl außerhalb des Strafraums gestanden hat und nicht mit den Händen zum Ball gehen wollte. Das leere Tor traf der Stürmer dann mühelos und so stand es bereits nach 3 Minuten 0:1.

Diese kalte Dusche musste zunächst verdaut werden, und so war es nicht überraschend, dass Hilter in den ersten 25 Minuten die bessere Mannschaft war. Gute Gelegenheiten zum 0:2 ließ zunächst Holzmann, und später wiederum Tappmeyer aus. In erstgenannter Szene konnte Johannes Waack gut im 1 gegen 1 parieren, bei Letzterer machte er keine gute Figur: er segelte unter einer Hilteraner Flanke hindurch, aber Hilters Stürmer traf mit Vollspann nur die Latte. Glück für die Grün-weißen in der 30. Minute.

Fast aus dem nichts konnte die Mannschaft um Pascal Schweer, Luis Birkemeyer und Co. dann den 1:1 Ausgleich erzielen. Ein Freistoß von Oldie Florian Symanzik aus dem Halbfeld wurde von der Hilteraner Hintermannschaft unzureichend geklärt, sodass der Ball bei Marcel Schweer landete. „Schwecke“ ließ sich nicht lange bitten und traf aus der Drehung mit einem Dropkick ins lange Eck zu seinem 5. Saisontor (30. Spielminute).

Erst jetzt kam der heimische TuS so richtig ins Spiel und näherte sich dem Hilteraner Tor langsam an, ohne allerdings gefährliche Chancen oder Standartsituation zu erarbeiten. So ging es dann mit einem eher schmeichelhaften Unentschieden in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte zeigten sich die Borgloher zunächst besser als die Gäste. Es konnten deutlich mehr Zweikämpfe gewonnen werden und auch die Laufbereitschaft hatte sich verbessert, die Durchschlagskraft aus dem Spiel heraus fehlte aber noch. Die erste Chance der zweiten Halbzeit gehörte Lukas Sundermann, dessen Kopfball nach einer Ecke von Straede auf der Linie geklärt werden konnte (60.).

Nur 9 Minuten später dann aber der Gegentreffer zum 1:2. Philipp Galow setzte sich zunächst gegen zwei Gegenspieler auf Rechtsaußen durch und flankte unbedrängt auf den zweiten Pfosten, wo Nikolas Brinkmann nach einem Stellungsfehler von Marco Hebbelmann ins lange Eck köpfen konnte. Waack war Chancenlos (69.).

Die Grün-weißen wirkten geschockt, konnten das aber zunächst nicht in den Willen umwandeln, das Spiel zu drehen. Hektik bestimmte das Spiel und häufig waren die Aktionen wenig durchdacht oder kontrolliert. Es dauerte bis kurz vor Schluss, ehe die Borgloher vorzeigbare Torchancen hatten. Nach einer Ecke flogen zunächst Hilters Torwart Schlinge und Pascal Schweer am Ball vorbei und Waack, der aus dem Tor nach vorne geeilt war, verpasste am zweiten Pfosten knapp (90+2). Auch bei der nachfolgenden Ecke brannte es lichterloh im Hilteraner Strafraum. Der Ball prallte nach einem Schussversuch vom eingewechselten „Bibo“ Zehn an diversen Mit- und Gegenspielern ab und konnte dann nur flach geklärt werden. Waack stand günstig, passte zurück auf den ebenfalls eingewechselten Jannis Kolbe, der mit einem langen Ball über die Abwehr Kapitän Henrik Meyer zu Allendorf fand. Im 1 gegen 1 blieb aber Torwart Schlinge der Sieger. Der Abpraller landete bei Zehn, der im Grätschen gegen zwei Gegenspieler denn Ball nicht richtig traf und in einer Ping-Pong-Stafette über Zehn, Henrik Meyer zu Allendorf kam die Pille zu Pascal Schweer. Den halbhohen Ball traf der Stürmer, der heute im zentralen Mittelfeld spielte, im Fallen nicht vollständig und schoss knapp rechts am Tor vorbei (90+2). Nur eine Minute später legte erneut Henrik Meyer zu Allendorf nach einer Flanke von Jannis Kolbe den Ball im Fünfmeterraum auf Pascal Schweer ab. Der Stürmer setzte zum Flugkopfball an, scheiterte aber an einem Gästespieler, der auf der Linie klären konnte.

Die letzte Möglichkeit hatte dann Emanuel Müller, der nach einer abgewehrten Flanke aus 20 Metern Torentfernung zum Schuss kam. Torwart Schlinge konnte aber mühelos parieren (90+4).

Somit blieb es beim 1:2 aus Borgloher Sicht und die erste Derbyniederlage in diesem Jahrtausend war perfekt. Hilter feierte den Sieg euphorisch, während die Grün-weißen frustriert den Platz verließen.

In den kommenden Wochen heißt es nun die Fehler abzustellen, mutiger aufzutreten und von Beginn an Zweikampfstärke und Siegeswillen zu zeigen. Am besten schon am nächsten Spieltag, wenn das nächste Derby auf dem Plan steht. Anstoß in Wellingholzhausen ist am Sonntag, dem 09.09.18 um 15 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 1 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (24 Kösters, 76. Spielminute), 8 H. Meyer zu Allendorf, 4 Sundermann, 15 Hebbelmann – 7 L. Birkemeyer (2 Kolbe, 65.), 27 P. Schweer, 11 Schlüter, 10 Symanzik (13 Müller, 73.) – 5 M. Schweer, 20 N. Birkemeyer (14 Zehn, 85.)

Tore: 0:1 Jonas Tappmeyer (3.), 1:1 Marcel Schweer (30.), 1:2 Nikolas Brinkmann (69.)

Zum Seitenanfang