1. Herren lässt erste Meisterchance ungenutzt – 1:3 gegen TSV Riemsloh
Mit einem insgesamt schwachen Auftritt steht die Birkemeyer-Elf nach 21 Partien ohne Niederlage (inklusive Pokal) mal wieder mit leeren Händen da. Allerdings war der Zeitpunkt dafür denkbar ungünstig, denn mit einem Dreier hätte der TuS vor den eigenen Fans die Meisterschaft vorzeitig perfekt machen können. Nach dem 2:1-Sieg von Glandorf gegen den Zweiten Belm am Freitag waren sich einige Borgloher Akteure vielleicht schon zu sicher und verloren so gegen eine starke Riemsloher Mannschaft verdientermaßen mit 1:3.
Mit lediglich zwölf Mann aus dem eigentlichen Kader musste das Trainerduo Birkemeyer/Hornig an diesem Tag auskommen. Hendrik Meyer zu Allendorf war noch rotgesperrt, Matthias Kavermann, Lars Brinkschröder und André Overschmidt verletzt und Markus Heckel sowie Marcel Schweer waren verhindert. Ein Dankeschön geht an die A-Jugendlichen Matthias Groneick und Jonas Pottebaum, die aufgrund dieses Engpasses aushalfen.
Das soll und darf aber keine Ausrede dafür sein, wie sich die 1. Herren im ersten Durchgang präsentierte. Die ersten knapp zehn Minuten begannen eigentlich ganz gut. Borgloh übernahm zunächst das Kommando und „Bibo“ Zehn hatte nach schöner Vorarbeit von Gereon Linnemann eine große Chance zur Führung, der Schuss des Hünen aus 12 Metern ging jedoch deutlich über das Tor.
Dann war aber plötzlich ein Bruch im Spiel, nachdem die Gäste eine Doppelchance verzeichnen konnten. Ein abgefälschter Schuss landete auf der Latte, beim anschließenden Eckball ging ein Kopfball aus fünf Metern knapp am Kasten vorbei. Die Hausherren ließen eine Reaktion vermissen und die Riemsloher konnte sich nun einige passable Gelegenheiten erspielen. Die Zweikämpfe und besonders die zweiten Bälle wurden fast alle vom kampfstarken TSV erobert, die dann schnell in die Spitze spielten.
Das 0:1 wurde dem Gast dann auf dem Präsentierteller serviert. Mehrmals hatten Borgloher die Chance den Ball aus der Gefahrenzone wegzuschießen, beim dritten Versuch „erbarmten“ sich die Grönegauer und Pope traf sehenswert unter die Latte. (33.)
Doch die Einsatzbereitschaft ließ auch danach beim Spitzenreiter stark zu wünschen übrig. Und so nutzte Riemsloh einen schweren Fehlpass im Aufbauspiel des TuS eiskalt aus. Der Ball landete rechts beim Stürmer Westphal, der aus 20 Metern humorlos ins linke Eck vollstreckte. (40.) Die Grün-Weißen versuchten noch vor der Pause den Anschlusstreffer zu erzielen, der aber nicht gelang.
Nach einer deutlichen Halbzeitansprache zeigten die Gastgeber zumindest vom kämpferischen Einsatz her ein anderes Gesicht und sie waren nun spielbestimmend. Spielerisch blieb vieles Stückwerk, was aber auch an der guten Defensivarbeit des Gegners lag.
Die 100%-ige Chance zum Ausgleichtreffer hatte Pascal Schweer, der nach einem langen Ball von Martin Wüppen alleine durch war, dessen Lupfer aber am Kasten vorbeisegelte. Der direkte Gegenzug brachte dann eine Vorentscheidung. Einen Konter schloss Manuel Hausner mit dem 0:3 ab. (62.)
Etwas Hoffnng wenigstens einen Punkt zu Hause zu behalten, keimte nochmals auf, als „Bibo“ Zehn eine Wüppen-Ecke zum 1:3 einköpfte. (68.) Der Druck wurde vom TuS erhöht, doch im Abschluss fehlte heute eindeutig die Zielstrebigkeit und die Konsequenz. Da auch die letzten Standardgelegenheiten nicht mehr den gewünschten Erfolg für die Hausherren einbrachten, blieb es beim 1:3-Auswärtssieg, der von den Riemsloher Akteuren ausgiebig bejubelt wurde, die damit den Nichtabstieg so gut wie sicher haben.
Um die Meisterschaft feiern zu können, war diese Leistung sicherlich viel zu wenig, dennoch muss die 1. Herren des TuS Borgloh jetzt nach vorne schauen und darf nicht lange mit der Niederlage hadern. Die nächste Chance alles klar zu machen, gibt es nächsten Sonntag um 15 Uhr bei den Sportfreunden Oesede. Dann heißt es volle Konzentration und Einsatzwillen zu zeigen, damit die drei Punkte eingefahren werden können.
Aufstellung:
1 Witschen – 16 Hinrichs, 6 F. Meyer zu Allendorf, 17 Szpadzinski (12 Krüwel), 2 Linnemann (5 Groneick) – 14 Zehn (4 Pottebaum), 7 Fuest, 15 Grewe, 10 Wüppen – 9 P. Schweer, 11 Rolf
Tore: 0:1 Pope (33.), 0:2 Westphal (40.), 0:3 Hausner (62.), 1:3 Zehn (68.)
1. Herren im Pokalfinale! – 7:0-Erfolg beim „Heimspiel“ in Hilter„Finale oh-oh“, so tönte es nach Spielschluss über den sehr gut bespielbaren Rasenplatz des TuS Hilter. Vor knapp 300 Zuschauern, von denen der größere Teil aus Borgloh kam, zeigte der Spitzenreiter der Kreisliga im Gemeindederby eine starke Vorstellung und ließ den Hilteranern beim 7:0-Sieg keine Chance.
Mit Respekt vor dem gastgebenden TuS ging die Elf von „Önne“ Birkemeyer und Horst Hornig in dieses prestigereiche Match. Immerhin hatte Hilter die Kreisligateams von Bad Rothenfelde II und Dissen auf dem Weg ins Halbfinale aus dem Pokal geworfen. Von Beginn an spielte, angetrieben von dem grün-weißen Anhang, aber nur eine Mannschaft – die des TuS Borgloh. Mit schnellem, druckvollen Spiel über die Flügel wurde der Kreisklassist in die eigene Hälfte eingeschnürt. Erste gute Möglichkeiten ergaben sich so, besonders Malte Hinrichs hatte mehrfach die Führung auf dem Fuß, seine Schüsse gingen aber allesamt drüber. Das hochverdiente 1:0 gelang dann nach 20 Minuten, als Martin Wüppen zwei Gegenspieler ausspielte und auf Hendrik Fuest ablegte, der mit einem platzierten Schuss ins linke untere Eck traf. Die Gäste ließen keineswegs nach und hielten das Tempo hoch. So fiel die Entscheidung durch einen Abstauber-Doppelschlag nach ca. einer halben Stunde. Erst hielt Malte Hinrichs seinen linken Fuß hin, nachdem der Keeper Pascal Schweers Torabschluss noch parieren konnte. (29.) Dann war erneut Fuest zum 3:0 zur Stelle, nachdem Wüppens Schuss von einem gegnerischen Verteidiger kurz vor der Linie geklärt wurde. (31.) Kurz vor der Pause schob dann Tobias Rolf zum 0:4 ins leere Tor nach hervorragender Vorarbeit von seinem Sturmpartner „Kalli“ Schweer. (42.) Die Hilteraner hatten keine wirkliche Torgelegenheit, die Innenverteidigung mit Florian Meyer zu Allendorf und Andre Szpadzinski stand sehr gut.
Matze Grewe & Co. wollten im zweiten Durchgang genauso weitermachen und auch für die Fans einen höheren Sieg einfahren. Bis zum Ende fielen noch drei weitere Treffer, auch wenn die Grün-Weißen nicht mehr so konsequent und temporeich wie in der 1. Halbzeit spielten. Das 5:0 markierte der eingewechselte „Bibo“ Zehn per Kopf nach einer Wüppen-Ecke (56.), das 6:0 machte Wüppen selbst, der nach schönem Diagonalpass von Patrick Krüwel per Lupfer erfolgreich war. (70.) Zwischendurch verhinderte Johannes Waack, der in der 90. Minute noch seinen großen Auftritt haben sollte, bei einer Eins-gegen-Eins-Situation einen möglichen Gegentreffer. Den siebten Borgloher Streich erzielte zum dritten Mal Fuest mit einem präzisen Schuss aus 18 Metern, der vom Innenpfosten in den Kasten flog. (82.) In der letzten Minute zeigte der gute Schiedsrichter nach einem Foul im Strafraum an Martin Wüppen auf den ominösen Punkt, was zur Folge hatte, dass die Borgloher Fans lautstark Johannes Waack als Schütze forderten. Der Pokalheld des Viertelfinales ließ sich nicht lange bitten und trat selbstsicher an. Allerdings wurde es nichts mit dem 8:0, denn der darauf folgende Schuss mit gefühlten 8 km/h wäre wohl auch von einer Pappfigur im Tor gehalten worden und wurde vom Torwart locker festgehalten. Das sollte aber letztlich die Freude über den klaren Erfolg und den Finaleinzug nicht mindern. Zusammen mit den zufriedenen Borgloher Zuschauern wurde noch etwas gefeiert über den Sieg, der die Kräfteverhältnisse im Fußball in der Gemeinde deutlich gemacht hat. Nun steht am 26.05.2012 das Finale gegen BW Hollage II an, das um 18 Uhr in Hollage stattfindet. Die Mannschaft bedankt sich bei den zahlreich erschienenen Borgloher Fans, die die Partie zu einem echten Heimspiel in Hilter werden ließen. In der Liga geht es am Sonntag um 15 Uhr zu Hause gegen den TSV Riemsloh weiter, wo die Birkemeyer-Elf mit einem Dreier einen Riesenschritt Richtung Meisterschaft machen kann.
Aufstellung: 99 Waack – 4 Kavermann (12 Krüwel), 6 F. Meyer zu Allendorf, 17 Szpadzinski, 2 Linnemann – 16 Hinrichs, 7 Fuest, 15 Grewe (5 M. Schweer), 10 Wüppen – 11 Rolf (14 Zehn), 9 P. Schweer Tore: 0:1 Fuest (20.), 0:2 Hinrichs (29.), 0:3 Fuest (31.), 0:4 Rolf (42.), 0:5 Zehn (56.), 0:6 Wüppen (70.), 0:7 Fuest (82.) Besonderes Vorkommnis: Johannes Waack verschießt Foulelfmeter (90.) Sieg im TopspielDer TuS Borgloh schlägt Glane mit 3:1
Hier der 1:0 Führungstreffer durch Pascal Schweer.
Der Bericht folgt in Kürze 1. Herren im Pokalhalbfinale! „Air“-Waack macht sich unsterblichNach einem unglaublichen Pokal-Fight hat die 1. Herren durch einen 5:3-Sieg nach Elfmeterschießen gegen Eintracht Neuenkirchen das Halbfinale des Krombacher-Kreispokals erreicht. Johannes Waack (Foto), der in den Pokalpartien für Stammtorwart Linus Witschen zum Einsatz kommt, hat sich dabei einen Platz in den TuS-Annalen gesichert. Erst nickte er in der 92. Minute mit einem Kopfballtreffer zum umjubelten Ausgleich ein, ehe er im anschließenden Elfmeterschießen mit zwei gehaltenen Strafstößen für das Weiterkommen sorgte.
In der ersten Halbzeit sah es am Borgloher Kunstrasenplatz nicht danach aus, als würde es der TuS in die Runde der letzten vier schaffen. Eintracht Neuenkirchen, derzeit Tabellendritter in der Kreisliga Nord, war körperlich sehr robust und stand in der Defensive sicher. Die Partie war zu Beginn ausgeglichen und es gab kaum nennenswerte Offensivaktionen. In den Zweikämpfen ließ sich die Birkemeyer-Elf den Schneid abkaufen und so wurden die Gäste dominanter. Zunächst wurde ein Abseitstor der Nordkreisler abgepfiffen, kurz danach konnte der Neuenkirchener Groschke nach einem schönen Diagonalball platziert ins linke untere Eck einschießen. (26.) In dieser Phase war die Bewegung ohne Ball bei den Hausherren unzureichend und das Spiel wurde viel zu langsam verlagert, sodass die Eintracht-Akteure immer wieder den ballführenden TuS-Spieler doppeln konnten. Erst zum Ende der 1. Hälfte wurden Kombinationen der Borgloher flüssiger, die sich langsam auf den körperbetonten Gegner eingestellt hatten. Nach einem Angriff über rechts schoss Hendrik Fuest aus aussichtsreicher Position aus 14 Metern über den Kasten. Zudem scheiterte Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf nach einer Ecke per Abnahme mit rechts an einem gegnerischen Verteidiger, der auf der Linie klärte.
Danach war Halbzeit und „Önne“ Birkemeyer rüttelte sein Team in der Pause lautstark wach, in Durchgang zwei ein ganz anderes Gesicht zu zeigen. Das sollte seine Wirkung haben. Mit den eingewechselten Tobias Rolf als zweite Spitze und Malte Hinrichs als Rechtsverteidiger kam neuer Schwung und der TuS erhöhte massiv den Druck. Ein schöne Ballstafette über mehrere Stationen führte zu „Bibo“ Zehn, dessen Flanke Rolf aus sechs Metern nicht richtig traf und vom gegnerischen Keeper im letzten Moment gehalten werden konnte (50.). Weitere Chancen folgten zunächst durch den sehr engagierten Rolf, der aus kurzer Distanz vergab und Pascal Schweer, der einen Kopfball knapp neben das Tor setzte. Das Tempo in der Partie war nun sehr hoch und der Ausgleich lag in der Luft. Die größte Borgloher Gelegenheit gab es dann nach 65 Minuten. Henrik Meyer zu Allendorf wurde im 16er regelwidrig zu Fall gebracht und Schiedsrichter Herder zeigte auf den ominösen Punkt. Martin Wüppen scheiterte jedoch am Eintracht-Keeper, der von seinen Mitspielern gefeiert wurde. Durch diesen psychologischen Tiefschlag gab es einen kleinen Knacks in den grün-weißen Offensivbemühungen, die ab der 80. Minute wieder angekurbelt wurden. Dabei kam André Overschmidt zehn Minuten vor Ende als dritter Stürmer für den rot gefährdeten Henrik Meyer zu Allendorf, um alles auf eine Karte zu setzen. Neuenkirchen präsentierte sich in der 2. Halbzeit nicht mehr so stark und versuchte oft durch mehr Härte mit vielen Fouls den Spielfluss des TuS zu stören. Zwei gute Kontergelegenheiten hätten dabei zu einer Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste führen können. Erst landete ein abgefälschter Ball am Pfosten (62.), später konnte Waack einen Schuss aus kurzer Distanz verlangsamen, den der eingewechselte Partick Krüwel von der Linie kratzte (84.). Viele Standards gab es für die Birkemeyer-Elf, es schien aber an diesem Tag mit einem Torerfolg nicht zu klappen. Doch dann kam „Air“-Waack! Der exzentrische Torwart, der am liebsten schon ab der 80. Minute bei Ecken und Freistößen mit vors gegnerische Tor wollte, bewegte sich in der zweiten Minute der Nachspielzeit beim wohl letzten Freistoß mit nach vorne. Martin Wüppen brachte den Ball an den zweiten Pfosten, wo Johannes Waack sich wie in seinen besten früheren Stürmertagen „hochschraubte“ und den Ball platziert einköpfte. (90. +2) Riesenjubel daraufhin über den kaum mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Einige Zuschauer, die trotz des Topspiels zwischen Borussia Dortmund und Bayern München zum Platz gekommen waren und sich schon beinahe auf dem Nachhauseweg befanden, konnten sich in diesem denkwürdigen Match noch über ein Shoot-out freuen.
Dann das Elfmeterschießen: Die Gastgeber durften beginnen und sowohl Pascal Schweer und Gereon Linnemann, als auch ein Neuenkirchener Akteur verwandelten sicher. Dann schlug Waacks große Stunde, den nächsten Elfer konnte er festhalten. Malte Hinirchs traf anschließend eiskalt zum 4:2, ehe Waack sich erneut für die richtige Ecke entschied und den Ball abwehrte. Kapitän „Matze“ Grewe hätte alles klar machen können, doch auch der Eintracht-Torhüter konnte parieren. Da der folgende Gäste-Spieler zum 4:3 verkürzte, lag es an „Paul“ Overschmidt für die Entscheidung zu sorgen. Er behielt die Nerven und schoss wuchtig zum 5:3 ein, woraufhin der Borgloher Jubel losbrach, der sich natürlich auf „Hannes“ Waack richtete. Dieser musste erst von seinen 1. Herren-Kollegen eingefangen werden, ehe sie ihn als Mann des Abends hoch leben lassen konnten. Ein unglaublicher Ausgang eines Spiels, indem sich die Grün-Weißen trotz schwacher Leistung im ersten Abschnitt mit einem couragierten Auftritt nach der Pause den Ausgleich verdienten, der später natürlich sehr glücklich zu Stande kam. Für die Neuenkirchener zweifelsohne ein äußerst bitteres Ende nach ihrer starken Leistung, aber wenn ein Waack auf dem Platz steht, ist eben alles möglich. Das Halbfinale wird am 09.05.12 stattfinden, Gegner und Austragungsort werden noch ermittelt.
Aufstellung: 99 Waack – 4 Kavermann (16 Hinrichs), 8 H. Meyer zu Allendorf (13 Overschmidt), 6 F. Meyer zu Allendorf, 2 Linnemann – 14 Zehn, 15 Grewe, 7 Fuest (12 Krüwel), 5 M. Schweer (11 Rolf), 10 Wüppen – 9 P. Schweer Tore: 0:1 Groschke (26.), 1:1 Waack (90. +2) Elfmeterschießen: 2:1 P. Schweer, 2:2, 3:2 Linnemann, Waack hält, 4:2 Hinrichs, Waack hält, Grewe verschießt, 4:3, 5:3 Overschmidt "Önne" im Interview |





