Die 1. Herren konnte am vergangenen Freitag den dritten Sieg in Folge einfahren. Nach den Siegen gegen Oesede (4:2) und Gaste-Hasbergen (4:3) stand am Ende der 90 Minuten ein hochverdienter 2:0 Erfolg gegen Riemsloh, auch wenn die Tore erst in der Schlussphase fielen. Im Gegensatz zur Vorwoche war Marcel Schweer nach seiner Gelbsperre wieder mit an Bord, aber sowohl Henrik Meyer zu Allendorf (Rotsperre) sowie Luis Birkemeyer (Gelb-rot in Hasbergen) fehlten gesperrt. Marco Hebbelmann fehlte berufsbedingt. Hinzu kamen die Langzeitausfälle Michael Brüggemann (Studium), Malte Hinrichs (Kreuzbandriss) und Noah Birkemeyer (Bänderriss). Damit waren auch alle drei Kapitäne nicht im Kader, weshalb der Älteste der Truppe, Florian Symanzik, die Verantwortung übernahm und die Mannschaft aufs Feld führte.

Die grün-weiße Nacht warf bereits ihren Schatten voraus, weshalb auch die Mannschaft darauf brannte, das Festwochenende erfolgreich einzuläuten. So starteten die Borgloher direkt von Beginn an mutig und entschlossen in die Partie und ließen die Gäste durch frühes Pressing nicht zur Entfaltung kommen. Die Dreierkette um Ole Hengelbrock, Lukas Sundermann und Florian Meyer zu Allendorf hatte immer wieder mit den schnellen Angreifern der Riemsloher zu tun, stand aber sehr sicher und ließ in der 1. Halbzeit keinen Schuss aufs Borgloher Tor zu.

Aber auch die Männer in grün-weiß trafen in Durchgang Eins nicht das Tor von Torwart Dominik Johanning, auch wenn hochkarätige Chancen dabei waren. In der 13. Minute vergab Linus Heidemann die zweite Chance zur Führung, als er nach einem Fehler der Riemsloher Viererkette zunächst frei durch war, im letzten Moment aber vom Verteidiger gestoppt wurde. Doch passend zur Mentalität auf dem Platz ließ „Heidi“ den Kopf nicht hängen, holte sich den Ball direkt zurück und hätte im Duell mit Johanning einschieben können, schoss dem Torwart aber genau auf die Brust.

Kurz zuvor hatte Emanuel Müller, der wieder auf der 6er Position spielte, Johanning zur ersten Parade gezwungen, als er nach einer abgewehrten Ecke aus 25 Metern stramm aufs Tor schoss (7. Minute). Nach 27 Minuten dann die nächste Möglichkeit für den TuS. Nach einem Einwurf verlängerte „Bibo“ Zehn mit dem Kopf, Pascal Schweer setzte sich im Laufduell mit Innenverteidiger Marc Staege durch und scheiterte beim Versuch den Ball ins lange Eck zu spitzeln am Außenpfosten.

Die Borgloher waren in Halbzeit eins die klar überlegende Mannschaft, hatten mehr Ballbesitz und gewannen deutlich mehr Zweikämpfe als der Gegner. Aber selbst die vierte gute Gelegenheit aufs Führungstor konnte nicht genutzt werden, als sich ein Riemsloher im letzten Moment in den Schuss von Pascal Schweer warf und zur Ecke klärte (39.). Torlos ging es dann in die Halbzeit.

Riemsloh kam aber nun etwas besser in die Partie und kreierte sich direkt nach Wiederanpfiff zwei Halbchancen. Kein Abschluss fand aber den Weg auf das Tor von Johannes Waack. Die Gäste probierten es dann weiterhin häufig mit langen Bällen nach vorne zu kommen, aber die langen Abwehrleute konnten damit problemlos umgehen und auch Waack war auf der Hut und fing so manches Zuspiel ab. Richtig brenzlig wurde es für das Gehäuse der Heimmannschaft nicht. Aber etwas Glück gehört manchmal auch dazu, denn der ansonsten gute Schiedsrichter Ahlemeier übersah ein Foulspiel von Lukas Sundermann am Stürmer innerhalb des 16ers. Aber der fällige Elfmeterpfiff blieb aus.

Es dauerte dann allerdings bis zur 69. Minute, ehe Trainer Lars Brinkschröder die nächste Chance für seine Schützlinge auf seinem Zettel notieren konnte. Nach einer Flanke kam Pascal Schweer, der heute auf der „10“ hinter den laufstarken Stürmern Heidemann und Degenhardt die Fäden zog, am zweiten Pfosten zum Kopfball und köpfte knapp neben das Tor. Nach 70 Minuten wechselte das Trainergespann Brinkschröder/Henkenborg das erste Mal aus. Noah Degenhardt verdiente sich seinen frühzeitigen Feierabend nach starker Vorstellung und für ihn kam Marcel Schweer zum Einsatz.

Der eingewechselte „Schwecke“ sollte nur kurze Zeit später die nächsten Torchancen für die Grün-weißen haben, als er nach einer Ecke den Ball an den Pfosten köpfte (75.) und kurz danach wieder per Kopf zum Abschluss kam, den Ball aber knapp am Kasten vorbei setzte(77.).

In die letzten Zehn Minuten der Partie gingen die Borgloher dann mit einem spielerischen Übergewicht, während den Gästen mehr daran lag, das Unentschieden zu verwalten. Bibo Zehn machte dann aber dem Aufsteiger einen Strich durch die Rechnung und traf nach einem Fehler der Abwehr die Unterkante der Latte, von wo der Ball zum ins 1:0 ins Tor sprang (80.). Vorausgegangen war eine lange Flanke aus dem Halbfeld, die vom Innenverteidiger der Blauen unzureichend und nur vor die Füße von Zehn geklärt wurde, der dann aus 11 Metern wie erwähnt zur umjubelten und hochverdienten Führung einnetzte.

Nun wollten die Riemsloher doch noch etwas Zählbares aus Borgloh mitnehmen und warfen alles nach vorne. Das eröffnete den Borglohern Räume zum Kontern. Und genau so einen Konter schloss der starke Ole Hengelbrock in der 86. Minute zum vorentscheidenden 2:0 ab. Der kurz zuvor für den ebenfalls stark aufspielenden Linus Heidemann eingewechselte Jonas Pottebaum setzte sich nach einem Freistoß der Gäste auf seiner linken Außenbahn gegen zwei Gegenspieler durch und bediente dann mustergültig den mitgelaufenen „Libero“ Ole Hengelbrock. Dieser nahm sich 20 Meter vor dem Tor noch den Luxus den Ball anzustoppen, um ihn dann mit dem rechten Fuß ins linke Eck zu schießen.

Riemsloh haderte nun sowohl mit der eigenen Leistung, als auch mit der Leistung des Schiedsrichters. So sah Kapitän Jan-Wilhelm Klei in der 89. Minute die Gelb-rote Karte, nachdem er sich lautstark beschwert hatte.

Borgloh spielte die Schlussphase gelassen runter, ließ nichts mehr anbrennen und feierte dann einen wichtigen und verdienten Sieg. Viel besser hätte man den Startschuss für die Geburtstagsfeier des TuS Borgloh, der in diesem Jahr frische 80 Jahre alt geworden ist, nicht geben können.

Die Grün-weißen um Vincent Schlüter, Florian Symanzik und Co. waren von Beginn an die Mannschaft mit mehr Willen und Einsatzbereitschaft und schafften es dann auch noch Torchancen zu kreieren und zum Ende zwei Tore zu erzielen.

Mit dieser Einstellung kann auch am nächsten Spieltag gegen den Tabellenführer Gesmold einiges erreicht werden, wenn im Sportpark an der Else am Freitag um 19.30 Uhr angepfiffen wird.

Aufstellung Borgloh: 1 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 19 Hengelbrock, 4 Lukas Sundermann – 11 Schlüter, 14 Zehn (9 Kappelmann, 90. Minute), 13 Müller, 10 Symanzik – 27 P. Schweer – 3 Degenhardt (5 M. Schweer,70.), 17 Heidemann (25 Pottebaum, 82.)

Tore: 1:0 Christopher Zehn (80.), 2:0 Ole Hengelbrock (86.)

Bes. Vorkommnisse: gelb-rote Karte - Jan Wilhelm Klei (89.)

Text: Malte Hinrichs

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