sfoesede borgloh 2017

Symbolfoto: Julius Laabs

Die 1. Herren hat am vergangenen Sonntag mit einer starken Mannschaftsleistung die Sportfreunde Oesede mit 2:0 besiegt und die Hausherren dadurch um die Herbstmeisterschaft gebracht, denn Konkurrent Holzhausen siegte zeitgleich in Wissingen und konnte den Platz an der Sonne einnehmen. Verzichten musste Trainer Lars Brinkschröder in dem Spiel auf dem Oeseder Kunstrasen auf Emanuel Müller (verletzt), sowie Florian Symanzik und „Bibo“ Zehn (krank). Dafür war erstmals Ole Hengelbrock für die Grün-Weißen aktiv. Nachdem Ole unter anderem in der Jugend von Viktoria GM-Hütte, bei VFL II unter Joe Enochs, bei den Virginia Cavs in Amerika sowie VFB Oldenburg, VFB Lübeck, Eintracht Norderstedt und zuletzt bei seinem Einsatz im Ebola Gebiet in der 1. Liga von Sierra Leone fußballerisch aktiv war, zog es ihn zu seinem Heimatverein zurück, wo Hengelbrock schon seit Saisonbeginn mittrainiert hat.

Das Spiel war von der ersten Spielminute an auf einem hohen Kreisliganiveau. Die Borgloher konnten wie erwartet gegen die Spitzenmannschaft den Schalter wieder umlegen und zeigten im Vergleich zur Pleite in der Vorwoche gegen die Spielvereinigung Niedermark ein ganz anderes Gesicht. Oesede um den überragenden Kreisligaakteur Furkan Güraslan war spielerisch die überlegene Mannschaft und hatte mehr Ballbesitz. Die Borgloher warfen aber ihre typischen Tugenden Zweikampfstärke, Laufbereitschaft und frühes Pressing dagegen, weshalb die spielerischen Defizite weitestgehend neutralisiert werden konnten. Die erste Torchance des Spiels gehörte den Hausherren, der Freistoß aus 20 Meter Torentfernung landete aber in der Mauer. Die erste Chance für Borgloh hatte Luis Birkemeyer in der 20. Spielminute, als er nach einer Flanke von Malte Hinrichs am zweiten Pfosten sträflich frei zum Abschluss kam, den Ball aber nicht richtig traf und das Tor um ca. einen Meter verfehlte. Ansonsten spielte sich die Partie überwiegend im Mittelfeld ab. Die Borgloher Defensive stand sehr gut und konnte immer wieder die Pässe in die Spitze abfangen. Die Hausherren hatten ihre beste Chance des Spiels in der 30. Spielminute. Nach einer Ecke für Borgloh konterten die Oeseder. Rechtsaußen Kevin Kersten setzte sich auf der Außenbahn durch und passte in die Mitte, wo Furkan Güraslan im Fünfmeterraum einschussbereit eingelaufen war. Borglohs Rechtsverteidiger Marco Hebbelmann, der vor der Saison von den Sportfreunden zum TuS gewechselt war und ein bärenstarkes Spiel absolvierte, war aber vor dem Spielmacher am Ball und konnte im letzten Moment klären. Kurz vor der Pause hatten die Grün-Weißen ihre bis dato beste Chance im Spiel. Nach einem schönen Spielzug über Sechser Ole Hengelbrock und Michael Brüggemann kam Linksaußen Luis Birkemeyer aus ca. 16 Meter Torentfernung zum Abschluss. Torwart Emir Bostan konnte den Schuss aber aus dem Toreck pantern. Malte Hinrichs schaltete am schnellsten und versuchte den Abpraller über die Linie zu drücken, Bostan raffte sich aber rechtszeitig auf und konnte den Schuss aus spitzem Winkel über die Latte lenken. In der Nachspielzeit der 1. Hälfte kamen die Hausherren noch einmal gefährlich vor das von Johannes Waack gehütete Tor. Wieder konnte sich Kevin Kersten auf der rechten Außenbahn durchsetzen und in die Mitte passen. Der Ball kullerte durch den Fünfmeterraum, ehe Rechtsverteidiger Marco Hebbelmann am zweiten Pfosten resolut klären konnte.

Im zweiten Spielabschnitt zeigte die Borgloher Defensive um die Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf und dem stark aufspielenden Lukas Sundermann eine sehr gute Leistung und ließ in der gesamten zweiten Halbzeit keine echte Torchance der Oeseder mehr zu. In der 51. Spielminute setzte Kapitän Malte Hinrichs sich stark auf der linken Außenbahn durch und bediente mustergültig Luis Birkemeyer in der Mitte. Der Linksaußen setzte den Ball aber aus 10 Meter Torentfernung knapp neben den rechten Torpfosten. Die nächste Chance hatte Jannis Kappelmann nur zwei Minuten später, der Schussversuch aus 20 Meter Torentfernung flog aber deutlich über die Latte. Das 1:0 für Grün-Weiß fiel in der 66. Spielminute dann nach dem in dieser Spielzeit typischen Borgloher Prinzip. Durch frühes Pressing wurde Oesedes Innenverteidiger David Striethorst zu einem zu kurzen Rückpass auf seinen Torwart Emir Bostan genötigt. Malte Hinrichs sprintete zum Ball und machte einen Pressschlag mit dem Keeper außerhalb des Strafraums, woraufhin der Ball vor den Füßen vom Kapitän lag. Hinrichs bediente Sturmkollege Michael Brüggemann der keine Mühe hatte, den Ball ins leere Tor zu schieben. Oesede reagierte mit wütenden Angriffen. Die Borgloher ließen sich kurzzeitig zu tief hinten reindrängen, konnten aber immer wieder ab der Strafraumgrenze entscheidend stören. Insbesondere Rechtsverteidiger Marco Hebbelmann, der gefühlt jeden Flugball der Sportfreunde klären konnte und Ole Hengelbrock, der den Wirkungskreis von Oesedes Ausnahmespieler Furkan Güraslan entscheidend eingrenzen konnte, zeigten in dieser Phase des Spiels eine Topleistung. Ab der 80. Spielminute waren die Borgloher wieder besser in der Partie und konnten immer häufiger mit Entlastungsangriffen Zeit gewinnen und für Torgefahr sorgen. Zwei Chancen hatten aber zunächst noch die Hausherren. In der 81. Spielminute klärte Torwart Waack eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld mit einer unkonventionellen Volleyabnahme. Was zunächst spektakulär aussah ist für „Highball“-Spezialist Waack Trainingsalltag. Zwei Minuten später traf Furkan Güraslan bei einem Freistoß aus ca. 30 Meter Torentfernung das Außennetz. Torwart Waack wäre aber wohl zur Stelle gewesen. Wiederrum nur 2 Minuten später fiel dann die Entscheidung. Nach einem Konter über Rechtsaußen Vincent Schlüter und Malte Hinrichs gab es Ecke für Borgloh. Luis Birkemeyer brachte den Ball vor das Tor, wo Oesedes David Striethorst den Ball unglücklich ins eigene Tor köpfte. In der 88. Spielminute zog Trainer Lars Brinkschröder seinen einzigen Wechsel im Spiel und brachte Linus Heidemann für Jannis Kappelmann in die Partie. Heidemann fügte sich gut ein und sorgte prompt bei einem Konter für Entlastung und holte eine Ecke raus, die allerdings nichts einbrachte. In der Nachspielzeit holte sich Michael Brüggemann noch etwas unnötig seine fünfte gelbe Karte, weshalb der Stürmer am kommenden Wochenende zum Rückrundenauftakt in Gesmold nicht mitspielen darf. Nach fünfminütiger Nachspielzeit pfiff der gute Schiedsrichter Andreas Landwehr die Partie ab und Grün-Weiß durfte jubeln.

Wieder einmal zeigten die Borgloher eine Topleistung gegen eine Spitzenmannschaft und konnten diese besiegen. Nach Bad Laer und Holzhausen wurde mit den Sportfreunden Oesede auch der dritte Meisterschaftsfavorit geschlagen, was eindeutig aufzeigt, dass die Grün-Weißen mit den Spitzenteams der Liga mithalten können. Durch die unnötigen Niederlagen zuletzt gegen Neuenkirchen und Niedermark brachte die Mannschaft von Lars Brinkschröder sich aber um einen möglichen Spitzenplatz. Insgesamt können die Borgloher aber mit der Hinrunde sehr zufrieden sein, denn der 5. Tabellenplatz in der laut NOZ „Stärksten Kreisliga aller Zeiten“ kann sich gut sehen lassen.

In der am kommenden Sonntag in Gesmold beginnenden Rückrunde gilt es die Hinrunde zu bestätigen. Anstoß an der Else ist um 14 Uhr.  

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann– 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann (17 Heidemann, 88. Spielminute), 13 Hengelbrock, 11 Schlüter – 18 Brüggemann, 16 Hinrichs

Tore: 0:1 Michael Brüggemann (66), 0:2 Eigentor (85)

 

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