Borgloh Niedermark 17

Symbolfoto: osnaball.de

Am vergangenen Sonntag hat die 1. Herren vollkommen unnötig gegen die Spielvereinigung Niedermark verloren. Personell konnte Trainer Lars Brinkschröder nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Marcel Schweer (verletzt) und Noah Degenhardt, der ab sofort in Neuseeland weilt und in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommt, standen nicht zur Verfügung.

Die Borgloher begannen sehr gut und schnürten die Gäste gleich in ihrer eigenen Hälfte ein. Die erste Chance des Spiels gehörte Stürmer Michael Brüggemann, als er nach einem Freistoß von Luis Birkemeyer aus ca. 6 Meter Torentfernung zum Kopfball ansetzte. Gästetorwart Dominik Gebhart konnte den Ball aber mit den Fingerspitzen über die Latte lenken. Die nächste gute Torchance für die in dieser Phase drückend überlegenen Borgloher hatte Malte Hinrichs, als wiederrum Torwart Gebhard den Schussversuch zur Ecke klären konnte. Diese führte zur nächsten Chance, als Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf am zweiten Pfosten zum Kopfball kam, den Ball aber knapp über das Tor köpfte. Nur zwei Minuten später gab es wieder eine Standardsituation für die Grün-Weißen. Aber wiederum konnte Niedermarks Torwart zur Ecke klären. Nach der folgenden Ecke kam „Bibo“ Zehn zunächst zum Kopfball, der allerdings auf der Linie geblockt wurde, den Nachschuss konnte Zehn aber zur verdienten Führung ins Tor schießen. In der Folge waren die Borgloher weiterhin feldüberlegen, große Torchancen konnten sich die Grün-Weißen aber zunächst nicht erspielen. Bis zum Strafraum kombinierten sich die Borgloher sehr gut, aber immer wieder fehlte der letzte entscheidende Pass oder Torschuss. Es dauerte bis zur 40. Spielminute, ehe Michael Brüggemann seinen Gegenspieler abschütteln konnte und zum Tor zog, im letzten Moment konnte aber ein Innenverteidiger der Gäste klären. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Malte Hinrichs noch eine gute Chance, als er nach einem Steilpass von Marco Hebbelmann kurz vor Torwart Gebhardt an den Ball kam, diesen aber knapp am Tor vorbeispitzelte. Danach war Halbzeit.

Kurz nach Wiederanpfiff gab es dann eine Schlüsselszene. Niedermarks gelbverwarnter Innenverteidiger Marius Timmer hielt den durchstartenden Malte Hinrichs auf Höhe der Mittellinie fest und bekam für das taktische Foul die gelbrote Karte. Doch dieses spielte nicht wie zu erwarten wäre den Grün-Weißen in die Karten, sondern den Gästen aus Niedermark. Diese liefen in der Folge für einen Spieler mehr, während die Borgloher das Spiel im Kopf abhakten und entsprechend immer lethargischer wurden. Hinzu kamen individuelle Fehler im Aufbauspiel, welche die Gäste kaltschnäuzig zu nutzen wussten. Das 1:1 fiel in der 52. Spielminute. Vorausgegangen war ein schwaches Zuspiel von Torwart Johannes Waack auf Lukas Sundermann, woraufhin der Innenverteidiger den Ball an Daniel Pax verlor. Niedermarks Rechtsaußen lief bis zu Grundlinie um daraufhin den Ball vor das Tor zu passen. Stürmer Thomas Pötter lief am ersten Pfosten ein und traf aus spitzem Winkel gekonnt zum Ausgleich. Bei den Borglohern lief auch in der Folge unerklärlicherweise nicht mehr viel zusammen. Niedermark war deutlich aktiver, während die Grün-Weißen kaum noch einen Fuß vor den anderen bekamen. Nach einem Fehlpass der Borgloher auf Höhe der Mittellinie wurde Thomas Pötter in der 64. Spielminute über die rechte Seite geschickt. Während sich in der Mitte bezeichnenderweise zwei Borgloher gegenseitig über den Haufen liefen, legte Pötter auf Matthias Gausmann zurück, der mit einem schönen Linksschuss von der Strafraumgrenze in den Torwinkel traf. Trainer Lars Brinkschröder wechselte erstmals und brachte Marcel Schlentzek für Florian Meyer zu Allendorf auf die Linksverteidiger Position. Ab der 70. Spielminute kamen die Hausherren wieder etwas besser ins Spiel. In der 71. Spielminute hatte Michael Brüggemann eine Großchance auf den Ausgleich, als er alleine auf Torwart Gebhard zulief, sein Schuss mit dem schwächeren linken Fuß aber knapp am Tor vorbeiflog. In der 74. Spielminute gab es erneut einen Rückschlag für die Hausherren, denn Rechtsaußen Emanuel Müller knickte unglücklich um und wird mit einer Bänderdehnung sowie einer Knochenabsplitterung wohl für den Rest des Jahres ausfallen. Für ihn kam Florian Symanzik in die Partie. Drei Minuten später setzte Malte Hinrichs von der Mittellinie zum Sololauf an. Nachdem der Kapitän drei Gegenspieler stehen ließ, war Torwart Gebhard mit einer starken Parade gegen den Schuss aus 11 Meter Endstation. In der Schlussphase verteidigte Niedermark mit Mann und Maus, während Borgloh ungeduldig anrannte. Immer wieder störten Spielunterbrechungen gegen clevere Gäste den Spielfluss. Die letzte Großchance auf den Ausgleich vergab Michael Brüggemann in der 89. Spielminute. Der Stürmer wurde stark freigespielt und lief erneut allein auf Torwart Gebhard zu, doch momentan fehlt dem Youngster etwas das Quäntchen Glück und so verstolperte er die Großchance in aussichtsreicher Position. Danach war Schluss.

Wie die Borgloher dieses Spiel verlieren konnten, lässt sich auch einige Tage danach nur schwer erklären. Nach der gelbroten Karte waren die Grün-Weißen sich zu sicher und schalteten mehrere Gänge zurück, während Niedermark die Fehler der Hausherren eiskalt ausnutzte. Nach der dritten Niederlage in Folge hat sich bei der Mannschaft von Lars Brinkschröder erstmals in dieser Saison ein Negativlauf eingeschlichen. Am kommenden Sonntag wartet mit Tabellenführer Oesede im letzten Spiel der Hinrunde ein dicker Brocken auf die „Erste“. Der bisherige Saisonverlauf zeigt aber, dass diese Gegner den Grün-Weißen liegen und entsprechend können Luis Birkemeyer, Jannis Kappelmann und Co. trotz der jüngsten Niederlagenserie mit Selbstvertrauen in die Partie beim Spitzenreiter gehen. Anstoß ist um 15 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (12 Schlentzek, 69. Spielminute), 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann– 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann (17 Heidemann, 81. Spielminute), 14 Zehn, 13 Müller (10 Symanzik, 74. Spielminute) – 18 Brüggemann, 16 Hinrichs

Tore: 1:0 „Bibo“ Zehn (16), 1:1 Thomas Pötter (52), 1:2 Matthias Gausmann (64)

 

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