Die 1. Herren hat am vergangenen Sonntag mit einer starken Mannschaftsleistung die Sportfreunde Oesede mit 2:0 besiegt und die Hausherren dadurch um die Herbstmeisterschaft gebracht, denn Konkurrent Holzhausen siegte zeitgleich in Wissingen und konnte den Platz an der Sonne einnehmen. Verzichten musste Trainer Lars Brinkschröder in dem Spiel auf dem Oeseder Kunstrasen auf Emanuel Müller (verletzt), sowie Florian Symanzik und „Bibo“ Zehn (krank). Dafür war erstmals Ole Hengelbrock für die Grün-Weißen aktiv. Nachdem Ole unter anderem in der Jugend von Viktoria GM-Hütte, bei VFL II unter Joe Enochs, bei den Virginia Cavs in Amerika sowie VFB Oldenburg, VFB Lübeck, Eintracht Norderstedt und zuletzt bei seinem Einsatz im Ebola Gebiet in der 1. Liga von Sierra Leone fußballerisch aktiv war, zog es ihn zu seinem Heimatverein zurück, wo Hengelbrock schon seit Saisonbeginn mittrainiert hat.

Das Spiel war von der ersten Spielminute an auf einem hohen Kreisliganiveau. Die Borgloher konnten wie erwartet gegen die Spitzenmannschaft den Schalter wieder umlegen und zeigten im Vergleich zur Pleite in der Vorwoche gegen die Spielvereinigung Niedermark ein ganz anderes Gesicht. Oesede um den überragenden Kreisligaakteur Furkan Güraslan war spielerisch die überlegene Mannschaft und hatte mehr Ballbesitz. Die Borgloher warfen aber ihre typischen Tugenden Zweikampfstärke, Laufbereitschaft und frühes Pressing dagegen, weshalb die spielerischen Defizite weitestgehend neutralisiert werden konnten. Die erste Torchance des Spiels gehörte den Hausherren, der Freistoß aus 20 Meter Torentfernung landete aber in der Mauer. Die erste Chance für Borgloh hatte Luis Birkemeyer in der 20. Spielminute, als er nach einer Flanke von Malte Hinrichs am zweiten Pfosten sträflich frei zum Abschluss kam, den Ball aber nicht richtig traf und das Tor um ca. einen Meter verfehlte. Ansonsten spielte sich die Partie überwiegend im Mittelfeld ab. Die Borgloher Defensive stand sehr gut und konnte immer wieder die Pässe in die Spitze abfangen. Die Hausherren hatten ihre beste Chance des Spiels in der 30. Spielminute. Nach einer Ecke für Borgloh konterten die Oeseder. Rechtsaußen Kevin Kersten setzte sich auf der Außenbahn durch und passte in die Mitte, wo Furkan Güraslan im Fünfmeterraum einschussbereit eingelaufen war. Borglohs Rechtsverteidiger Marco Hebbelmann, der vor der Saison von den Sportfreunden zum TuS gewechselt war und ein bärenstarkes Spiel absolvierte, war aber vor dem Spielmacher am Ball und konnte im letzten Moment klären. Kurz vor der Pause hatten die Grün-Weißen ihre bis dato beste Chance im Spiel. Nach einem schönen Spielzug über Sechser Ole Hengelbrock und Michael Brüggemann kam Linksaußen Luis Birkemeyer aus ca. 16 Meter Torentfernung zum Abschluss. Torwart Emir Bostan konnte den Schuss aber aus dem Toreck pantern. Malte Hinrichs schaltete am schnellsten und versuchte den Abpraller über die Linie zu drücken, Bostan raffte sich aber rechtszeitig auf und konnte den Schuss aus spitzem Winkel über die Latte lenken. In der Nachspielzeit der 1. Hälfte kamen die Hausherren noch einmal gefährlich vor das von Johannes Waack gehütete Tor. Wieder konnte sich Kevin Kersten auf der rechten Außenbahn durchsetzen und in die Mitte passen. Der Ball kullerte durch den Fünfmeterraum, ehe Rechtsverteidiger Marco Hebbelmann am zweiten Pfosten resolut klären konnte.

Im zweiten Spielabschnitt zeigte die Borgloher Defensive um die Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf und dem stark aufspielenden Lukas Sundermann eine sehr gute Leistung und ließ in der gesamten zweiten Halbzeit keine echte Torchance der Oeseder mehr zu. In der 51. Spielminute setzte Kapitän Malte Hinrichs sich stark auf der linken Außenbahn durch und bediente mustergültig Luis Birkemeyer in der Mitte. Der Linksaußen setzte den Ball aber aus 10 Meter Torentfernung knapp neben den rechten Torpfosten. Die nächste Chance hatte Jannis Kappelmann nur zwei Minuten später, der Schussversuch aus 20 Meter Torentfernung flog aber deutlich über die Latte. Das 1:0 für Grün-Weiß fiel in der 66. Spielminute dann nach dem in dieser Spielzeit typischen Borgloher Prinzip. Durch frühes Pressing wurde Oesedes Innenverteidiger David Striethorst zu einem zu kurzen Rückpass auf seinen Torwart Emir Bostan genötigt. Malte Hinrichs sprintete zum Ball und machte einen Pressschlag mit dem Keeper außerhalb des Strafraums, woraufhin der Ball vor den Füßen vom Kapitän lag. Hinrichs bediente Sturmkollege Michael Brüggemann der keine Mühe hatte, den Ball ins leere Tor zu schieben. Oesede reagierte mit wütenden Angriffen. Die Borgloher ließen sich kurzzeitig zu tief hinten reindrängen, konnten aber immer wieder ab der Strafraumgrenze entscheidend stören. Insbesondere Rechtsverteidiger Marco Hebbelmann, der gefühlt jeden Flugball der Sportfreunde klären konnte und Ole Hengelbrock, der den Wirkungskreis von Oesedes Ausnahmespieler Furkan Güraslan entscheidend eingrenzen konnte, zeigten in dieser Phase des Spiels eine Topleistung. Ab der 80. Spielminute waren die Borgloher wieder besser in der Partie und konnten immer häufiger mit Entlastungsangriffen Zeit gewinnen und für Torgefahr sorgen. Zwei Chancen hatten aber zunächst noch die Hausherren. In der 81. Spielminute klärte Torwart Waack eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld mit einer unkonventionellen Volleyabnahme. Was zunächst spektakulär aussah ist für „Highball“-Spezialist Waack Trainingsalltag. Zwei Minuten später traf Furkan Güraslan bei einem Freistoß aus ca. 30 Meter Torentfernung das Außennetz. Torwart Waack wäre aber wohl zur Stelle gewesen. Wiederrum nur 2 Minuten später fiel dann die Entscheidung. Nach einem Konter über Rechtsaußen Vincent Schlüter und Malte Hinrichs gab es Ecke für Borgloh. Luis Birkemeyer brachte den Ball vor das Tor, wo Oesedes David Striethorst den Ball unglücklich ins eigene Tor köpfte. In der 88. Spielminute zog Trainer Lars Brinkschröder seinen einzigen Wechsel im Spiel und brachte Linus Heidemann für Jannis Kappelmann in die Partie. Heidemann fügte sich gut ein und sorgte prompt bei einem Konter für Entlastung und holte eine Ecke raus, die allerdings nichts einbrachte. In der Nachspielzeit holte sich Michael Brüggemann noch etwas unnötig seine fünfte gelbe Karte, weshalb der Stürmer am kommenden Wochenende zum Rückrundenauftakt in Gesmold nicht mitspielen darf. Nach fünfminütiger Nachspielzeit pfiff der gute Schiedsrichter Andreas Landwehr die Partie ab und Grün-Weiß durfte jubeln.

Wieder einmal zeigten die Borgloher eine Topleistung gegen eine Spitzenmannschaft und konnten diese besiegen. Nach Bad Laer und Holzhausen wurde mit den Sportfreunden Oesede auch der dritte Meisterschaftsfavorit geschlagen, was eindeutig aufzeigt, dass die Grün-Weißen mit den Spitzenteams der Liga mithalten können. Durch die unnötigen Niederlagen zuletzt gegen Neuenkirchen und Niedermark brachte die Mannschaft von Lars Brinkschröder sich aber um einen möglichen Spitzenplatz. Insgesamt können die Borgloher aber mit der Hinrunde sehr zufrieden sein, denn der 5. Tabellenplatz in der laut NOZ „Stärksten Kreisliga aller Zeiten“ kann sich gut sehen lassen.

In der am kommenden Sonntag in Gesmold beginnenden Rückrunde gilt es die Hinrunde zu bestätigen. Anstoß an der Else ist um 14 Uhr.  

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann– 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann (17 Heidemann, 88. Spielminute), 13 Hengelbrock, 11 Schlüter – 18 Brüggemann, 16 Hinrichs

Tore: 0:1 Michael Brüggemann (66), 0:2 Eigentor (85)

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Symbolfoto: osnaball.de

Am vergangenen Sonntag hat die 1. Herren vollkommen unnötig gegen die Spielvereinigung Niedermark verloren. Personell konnte Trainer Lars Brinkschröder nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Marcel Schweer (verletzt) und Noah Degenhardt, der ab sofort in Neuseeland weilt und in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommt, standen nicht zur Verfügung.

Die Borgloher begannen sehr gut und schnürten die Gäste gleich in ihrer eigenen Hälfte ein. Die erste Chance des Spiels gehörte Stürmer Michael Brüggemann, als er nach einem Freistoß von Luis Birkemeyer aus ca. 6 Meter Torentfernung zum Kopfball ansetzte. Gästetorwart Dominik Gebhart konnte den Ball aber mit den Fingerspitzen über die Latte lenken. Die nächste gute Torchance für die in dieser Phase drückend überlegenen Borgloher hatte Malte Hinrichs, als wiederrum Torwart Gebhard den Schussversuch zur Ecke klären konnte. Diese führte zur nächsten Chance, als Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf am zweiten Pfosten zum Kopfball kam, den Ball aber knapp über das Tor köpfte. Nur zwei Minuten später gab es wieder eine Standardsituation für die Grün-Weißen. Aber wiederum konnte Niedermarks Torwart zur Ecke klären. Nach der folgenden Ecke kam „Bibo“ Zehn zunächst zum Kopfball, der allerdings auf der Linie geblockt wurde, den Nachschuss konnte Zehn aber zur verdienten Führung ins Tor schießen. In der Folge waren die Borgloher weiterhin feldüberlegen, große Torchancen konnten sich die Grün-Weißen aber zunächst nicht erspielen. Bis zum Strafraum kombinierten sich die Borgloher sehr gut, aber immer wieder fehlte der letzte entscheidende Pass oder Torschuss. Es dauerte bis zur 40. Spielminute, ehe Michael Brüggemann seinen Gegenspieler abschütteln konnte und zum Tor zog, im letzten Moment konnte aber ein Innenverteidiger der Gäste klären. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Malte Hinrichs noch eine gute Chance, als er nach einem Steilpass von Marco Hebbelmann kurz vor Torwart Gebhardt an den Ball kam, diesen aber knapp am Tor vorbeispitzelte. Danach war Halbzeit.

Kurz nach Wiederanpfiff gab es dann eine Schlüsselszene. Niedermarks gelbverwarnter Innenverteidiger Marius Timmer hielt den durchstartenden Malte Hinrichs auf Höhe der Mittellinie fest und bekam für das taktische Foul die gelbrote Karte. Doch dieses spielte nicht wie zu erwarten wäre den Grün-Weißen in die Karten, sondern den Gästen aus Niedermark. Diese liefen in der Folge für einen Spieler mehr, während die Borgloher das Spiel im Kopf abhakten und entsprechend immer lethargischer wurden. Hinzu kamen individuelle Fehler im Aufbauspiel, welche die Gäste kaltschnäuzig zu nutzen wussten. Das 1:1 fiel in der 52. Spielminute. Vorausgegangen war ein schwaches Zuspiel von Torwart Johannes Waack auf Lukas Sundermann, woraufhin der Innenverteidiger den Ball an Daniel Pax verlor. Niedermarks Rechtsaußen lief bis zu Grundlinie um daraufhin den Ball vor das Tor zu passen. Stürmer Thomas Pötter lief am ersten Pfosten ein und traf aus spitzem Winkel gekonnt zum Ausgleich. Bei den Borglohern lief auch in der Folge unerklärlicherweise nicht mehr viel zusammen. Niedermark war deutlich aktiver, während die Grün-Weißen kaum noch einen Fuß vor den anderen bekamen. Nach einem Fehlpass der Borgloher auf Höhe der Mittellinie wurde Thomas Pötter in der 64. Spielminute über die rechte Seite geschickt. Während sich in der Mitte bezeichnenderweise zwei Borgloher gegenseitig über den Haufen liefen, legte Pötter auf Matthias Gausmann zurück, der mit einem schönen Linksschuss von der Strafraumgrenze in den Torwinkel traf. Trainer Lars Brinkschröder wechselte erstmals und brachte Marcel Schlentzek für Florian Meyer zu Allendorf auf die Linksverteidiger Position. Ab der 70. Spielminute kamen die Hausherren wieder etwas besser ins Spiel. In der 71. Spielminute hatte Michael Brüggemann eine Großchance auf den Ausgleich, als er alleine auf Torwart Gebhard zulief, sein Schuss mit dem schwächeren linken Fuß aber knapp am Tor vorbeiflog. In der 74. Spielminute gab es erneut einen Rückschlag für die Hausherren, denn Rechtsaußen Emanuel Müller knickte unglücklich um und wird mit einer Bänderdehnung sowie einer Knochenabsplitterung wohl für den Rest des Jahres ausfallen. Für ihn kam Florian Symanzik in die Partie. Drei Minuten später setzte Malte Hinrichs von der Mittellinie zum Sololauf an. Nachdem der Kapitän drei Gegenspieler stehen ließ, war Torwart Gebhard mit einer starken Parade gegen den Schuss aus 11 Meter Endstation. In der Schlussphase verteidigte Niedermark mit Mann und Maus, während Borgloh ungeduldig anrannte. Immer wieder störten Spielunterbrechungen gegen clevere Gäste den Spielfluss. Die letzte Großchance auf den Ausgleich vergab Michael Brüggemann in der 89. Spielminute. Der Stürmer wurde stark freigespielt und lief erneut allein auf Torwart Gebhard zu, doch momentan fehlt dem Youngster etwas das Quäntchen Glück und so verstolperte er die Großchance in aussichtsreicher Position. Danach war Schluss.

Wie die Borgloher dieses Spiel verlieren konnten, lässt sich auch einige Tage danach nur schwer erklären. Nach der gelbroten Karte waren die Grün-Weißen sich zu sicher und schalteten mehrere Gänge zurück, während Niedermark die Fehler der Hausherren eiskalt ausnutzte. Nach der dritten Niederlage in Folge hat sich bei der Mannschaft von Lars Brinkschröder erstmals in dieser Saison ein Negativlauf eingeschlichen. Am kommenden Sonntag wartet mit Tabellenführer Oesede im letzten Spiel der Hinrunde ein dicker Brocken auf die „Erste“. Der bisherige Saisonverlauf zeigt aber, dass diese Gegner den Grün-Weißen liegen und entsprechend können Luis Birkemeyer, Jannis Kappelmann und Co. trotz der jüngsten Niederlagenserie mit Selbstvertrauen in die Partie beim Spitzenreiter gehen. Anstoß ist um 15 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (12 Schlentzek, 69. Spielminute), 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann– 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann (17 Heidemann, 81. Spielminute), 14 Zehn, 13 Müller (10 Symanzik, 74. Spielminute) – 18 Brüggemann, 16 Hinrichs

Tore: 1:0 „Bibo“ Zehn (16), 1:1 Thomas Pötter (52), 1:2 Matthias Gausmann (64)

 

neuenkirchen borgloh 17 18

Symbolfoto: Leuenberger fupa.net

Bereits am vergangenen Freitag hat die 1. Herren im Auswärtsspiel beim TV Neuenkirchen die zweite Niederlage in Folge kassiert. Trainer Lars Brinkschröder musste auf Kapitän Malte Hinrichs (beruflich), Luis Birkemeyer (Sperre), Noah Degenhardt (Trainingsrückstand) und Jakob Nülle (verletzt) verzichten.

Das Spiel auf dem tiefen Neuenkirchener Rasenplatz war von der ersten Spielminute an auf schwachem Kreisliganiveau. Die Borgloher hatten zuletzt vor gefühlt zwei Monaten Naturrasen unter den Stollen und mussten sich erst mit den Platzverhältnissen vertraut machen. Beide Mannschaften agierten viel mit langen Flugbällen, das Spiel hatte entsprechend keine spielerischen Höhepunkte. In der 6. Spielminute hatte Neuenkirchen plötzlich eine Großchance um die Führung zu erzielen. Goran Hussein kam nach einer Standardsituation aus ca. 16 Meter Torentfernung zum Abschluss und traf die Querlatte. Torwart Johannes Waack wäre chancenlos gewesen. Ansonsten passierte in der ersten halben Stunde gänzlich wenig. Abgesehen von einem Schussversuch der Hausherren aus der zweiten Reihe, der das Tor deutlich verfehlte, waren Chancen Mangelware. In der 31. Spielminute kamen die Borgloher dann nach einem Konter zu einer 100%igen Torchance. Innenverteidiger Lukas Sundermann eroberte in der eigenen Hälfte den Ball und lief auf die Abwehr der Hausherren zu, um im passenden Moment Marcel Schweer zu bedienen. Der Hinrichs Ersatz im Sturm schüttelte seinen Gegenspieler ab und lief aus halblinker Position allein auf Torwart Mattern zu. Während in der Mitte Sturmkollege Michael Brüggemann gänzlich Frei stand und den Ball nur über die Torlinie hätte drücken müssen, versuchte es Schweer selbst und zielte knapp am langen Pfosten vorbei. Eine Ablage auf seinen Sturmkollegen wäre im Nachhinein wohl die bessere Option gewesen. In der Folge plätscherte das Spiel wieder vor sich hin. Borgloh zeigte eine schwache Leistung und versäumte es, die gewonnenen Bälle häufiger festzumachen. Stattdessen wurden immer wieder lange Bälle gespielt, die postwendend zurückgepeitscht wurden. In der 40. Spielminute kam Neuenkirchens Kapitän Thorsten Henschel nach einer Ecke am zweiten Pfosten freistehend zum Torschuss. Der Winkel war aber zu spitz und Henschel traf nur noch das Außennetz. Auf der Gegenseite kam Florian Meyer zu Allendorf nach einer Ecke von Rechtsaußen Florian Symanzik zum Torabschluss. Seine starke Volleyabnahme flog aber ca. einen Meter über das Tor. Mit dem 0:0 ging es in die Pause.

Die zweite Halbzeit ist relativ schnell erzählt, denn gespielt wurde kaum noch. Es reihte sich eine Spielunterbrechung an die nächste. Zunächst gab es in der 51. Spielminute die kalte Dusche für den TuS. Gleich drei Borgloher konnten nach einem Freistoß aus dem Halbfeld für die Hausherren den Ball nicht ausreichend klären. Der Ball sprang vor die Füße von Marco Rieke, der aus ca. 35 Meter Torentfernung abzog. Jannis Kappelmann versuchte den Schuss zu blocken, fälschte den Ball aber unglücklich ab, sodass dieser sich im hohen Bogen über den chancenlosen Torwart Johannes Waack ins Tor senkte. Ein Zufallstor, aber anders wäre in diesem Spiel wohl kein Treffer zustande gekommen. In der Folge wurde das Spiel deutlich hitziger. Neuenkirchen nutzte jede Kleinigkeit, um für Spielunterbrechungen zu sorgen. Der vollkommen überforderte Schiedsrichter hatte das Spiel zu keinem Zeitpunkt im Griff. Dies lag wohl auch an einer Vorgeschichte, die einige Wochen zuvor zwischen dem Schiedsrichter und einigen Spielern von Neuenkirchen im Spiel gegen Glane vorgefallen war. Fakt ist, Neuenkirchen durfte sich alles erlauben. Neben einem Dutzend Mal den Ball wegschießen waren Diskussionen mit dem Schiedsrichter und auch Beleidigungen gegen Borgloher Spieler, die vom Schiedsrichter gehört - aber nicht geahndet wurden, an der Tagesordnung. Die Grün-Weißen versuchten ruhig zu bleiben und den Hausherren ihr Spiel aufzudrängen, dies gelang aber über 90 Minuten nicht. Stattdessen kamen die Grönegauer in der 68. Spielminute zum 2:0. Frederik Brands eroberte auf Höhe der Mittellinie den Ball lief, mit ihm auf das Borgloher Tor zu und schoss aus ca. 20 Meter Torentfernung flach ins Eck. Während die Grün-Weißen Verteidiger nur Geleitschutz gaben und nicht ausreichend verteidigten, rutschte der Ball bei Torwart Waack unter dem Bauch hindurch ins Tor. Wieder ein Zufallstreffer, dem allerdings der größere Willen von Neuenkirchens Torjäger Brands vorausgegangen war. Nur zwei Minuten später war Michael Brüggemann auf der Gegenseite durch und köpfte über das Tor, um direkt im Anschluss von Torwart Mattern unabsichtlich niedergestreckt zu werden. Über einen Elfmeterpfiff hätten sich die Hausherren nicht beschweren können – es aber sicherlich gemacht. Im Gegenzug konterten die Grönegauer und hatten durch Zakaria Mohammed eine Chance, der Stürmer schoss aber aus 16 Meter in die dritte Etage. Trainer Lars Brinkschröder wechselte in der 71. Spielminute erstmals und stellte zeitgleich hinten auf eine Dreierkette um. Für Rechtsverteidiger Marco Hebbelmann kam Linus Heidemann als dritter Stürmer in die Partie. In der 77. Spielminute fiel dann der Anschlusstreffer. Wieder von der Marke „Zufall“. Linus Heidemann setzte seinen Gegenspieler stark unter Druck und erzwang einen Rückpass zum Torwart. Dieser wurde wiederrum von Michael Brüggemann unter Druck gesetzt und schoss beim Klärungsversuch seinen Mitspieler ab. Der Ball trudelte von dort ins eigene Tor. Dieses war der Auftakt zu noch mehr Geschrei und noch mehr Diskussionen. Ein Fußballspiel war es schon lange nicht mehr. Lars Brinkschröder wechselte noch einmal, Vincent Schlüter kam für Jannis Kappelmann in die Partie. Borgloh gab nicht auf und hatte noch zwei sehr gute Chancen zum Ausgleich. In der 86. Spielminute kam Marcel Schweer nach einer Flanke von Michael Brüggemann freistehend aus 5 Meter zum Kopfball. Der Stürmer traf aber den Ball nicht richtig, weshalb Torwart Mattern keine Mühe hatte, den Kopfball zu parieren. In der viel zu kurzen Nachspielzeit hatte Linus Heidemann dann die Riesenchance zum Ausgleich. Henrik Meyer zu Allendorf verlängerte einen Kopfball von seinem Bruder Florian auf den zweiten Pfosten, wo Heidemann gänzlich frei aus 5 Meter Torentfernung zum Torschuss kam. Der Stürmer drosch den Ball aber über das Tor. Schlusspunkt der Partie war ein grobes Foul auf Höhe der Mittellinie an Florian Symanzik, welches im Normalfall eine rote Karte nach sich gezogen hätte – es gab nichtmal Gelb.

Für die Grün-Weißen war es ein sehr bitterer Abend. Über die Art und Weise, wie Neuenkirchen im zweiten Durchgang auftrat und ob der Schiedsrichter nicht schon frühzeitig mit gelben/roten Karten für Ruhe hätte sorgen sollen sei mal dahingestellt. Fakt ist, die Borgloher zeigten eine sehr schwache Leistung und hatten keine Punkte verdient. Damit sollte dieses Spiel endgültig abgehakt werden.

Am kommenden Sonntag geht’s für „Bibo“ Zehn, Lukas Sundermann und Co weiter, wenn um 14 Uhr die Spielvereinigung Niedermark an der Schulstraße gastiert.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann (17 Heidemann, 71 Spielminute) - 10 Symanzik, 9 Kappelmann (11 Schlüter, 83. Spielminute), 14 Zehn, 13 Müller – 18 Brüggemann, 5 Schweer

Tore: 1:0 Marco Rieke (51), 2:0 Frederik Brands (68), 2:1 Eigentor (77)

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Am vergangenen Sonntag hat die 1. Herren gegen den Hagener SV die erste Heimniederlage der laufenden Saison kassiert. Im Spiel auf dem Kunstrasenplatz konnte Trainer Lars Brinkschröder nahezu aus dem Vollen schöpfen, lediglich Marco Hebbelmann (Urlaub) und Jakob Nülle (Schulterverletzung) standen dem Trainer nicht zur Verfügung. Noah Degenhardt, Jannis Kolbe und Linus Heidemann halfen bei der 2. Herren aus, die zeitgleich in Buer spielte.

Die erste Chance des Spiels gehörte Michael Brüggemann, als er in der 4. Spielminute einen Rückpass der Hagener erlief, den Ball aber ins Toraus spitzelte. Da Gästekeeper Ksionzek aus seinem Tor gestürmt kam und den Stürmer am Bein touchierte, hätte es Elfmeter geben können. Brüggemann nahm den Kontakt aber nicht an, blieb oben und spielte weiter, weshalb es zurecht keinen Strafstoß gab. Ansonsten plätscherte das Spiel in den Anfangsminuten vor sich hin. In der 19. Spielminute hatte Borgloh dann plötzlich eine Großchance, um die Führung zu erzielen. Nach einem Pass von Luis Birkemeyer auf Michael Brüggemann ließ dieser mit einem feinen Hackentrick drei Gästespieler ins Leere laufen und bediente mustergültig Malte Hinrichs. borgloh hagen 17 2Der Kapitän kam aus ca. 14 Meter halblinker Position frei zum Torschuss, schlenzte den Ball aber um Millimeter über den rechten Torwinkel. Die Grün-Weißen waren in der ersten halben Stunde das aktivere Team und kamen mehrfach bei Standartsituationen zu aussichtsreichen Torchancen, die Hagener Defensive konnte aber immer wieder im letzten Moment klären oder die Borgloher verfehlten das Tor. In der 31. Spielminute fiel dann wie aus dem Nichts die Gästeführung. Nach einem Einwurf auf Höhe der Mittellinie schalteten die Hagener blitzschnell um. Marcel Dierker spielte einen starken Pass auf die linke Außenbahn, wo Fabian Kerk gestartet war und alleine auf Torwart Waack zulief. Der Keeper konnte gegen Hagens Linksaußen zunächst parieren. Der Abpraller landete aber -bei drei umherstehenden Grün-Weißen- ausgerechnet bei Alexander Holtmeyer, der keine Mühe hatte den Ball über die Linie zu schieben. Nur drei Minuten später gab es Elfmeter für Hagen. Nach einem langen Flugball konnte sich Hagens Rechtaußen Alexander Holtmeyer auf der Außenbahn durchsetzen und zog Richtung Tor. Florian Meyer zu Allendorf und Lukas Sundermann stellten sich dem Hagener in den Weg. Holtmeyer ließ sich geschickt im Strafraum fallen und bekam einen Strafstoß vom Typ „pfeift nicht jeder“ zugesprochen. Torwart Johannes Waack war wie in der Vorwoche in Dissen in der richtigen Ecke, konnte den Elfmeter von Tom Haarbach aber nicht mehr parieren. Die Borgloher wirkten durch den Doppelschlag geschockt. Mit seiner dritten Torchance wäre Hagen in der 39. Spielminute fast zum 3:0 gekommen, doch der auffällige Alexander Holtmeyer setzte einen Kopfball nach einer Flanke von Fabian Kerk knapp über das Tor. Mit dem 0:2 Rückstand ging es in die Pause.

In der Halbzeit musste Trainer Lars Brinkschröder verletzungsbedingt wechseln. Sechser „Bibo“ Zehn hatte bereits in der 10. Spielminute einen Ball aus kurzer Distanz ins Gesicht bekommen und klagte über Schwindelgefühle. Für ihn kam Vincent Schlüter in die Partie. Borgloh hatte direkt nach Wiederbeginn eine gute Chance um auf 2:1 zu verkürzen. Nach einer Ecke lag der Ball plötzlich im Fünfmeterraum vor den Füßen von Florian Meyer zu Allendorf. Den Schussversuch vom Linksverteidiger konnte Hagens Nils Marotz aber mit einer spektakulären Grätsche blocken. Auf der Gegenseite konnte Hagen nach einem Geschenk vom schwachen Schiedsrichter Özcan Malgaz auf 3:0 erhöhen. Borglohs Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf wurde ca. 20 Meter vor dem eigenen Tor durch ein eindeutiges Foul von Alexander Holtmeyer der Ball abgenommen. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen, Holtmeyer lief allein auf Torwart Waack zu und verwandelte. Nach dem Spiel gab selbst Holtmeyer zu, dass dem Tor ein klares Foulspiel vorausgegangen war. Nichtsdestotrotz Zählte der Treffer und der Plan der Grün-Weißen, nach dem Seitenwechsel schnell den Anschluss herzustellen, rückte in weite Ferne. Malte Hinrichs hatte in der 52. Spielminute die nächste Chance für Borgloh, doch er verfehlte das Tor, nachdem der Ball zuvor wie ein Flipper durch den Hagener Strafraum irrte. Die nächsten Nackenschläge für Borgloh gab es in der 60. und 63. Spielminute. Zunächst wurde ein Foul an Luis Birkemeyer nicht gepfiffen, weshalb sich der bereits gelbverwarnte Linksaußen mit einem „Das hört man doch“ beim Schiedsrichter beschwerte. Dem Schiedsrichter reichte diese Äußerung, um Birkemeyer ein zweites Mal die gelbe und entsprechend die gelbrote Karte zu zeigen. Nur drei Minuten später setzte sich Kapitän Malte Hinrichs stark gegen zwei Gegenspieler durch und konnte von Torwart Ksionzek nur durch ein Foul gestoppt werden.Borgloh hagen 17 3 Den fälligen Strafstoß setzte Henrik Meyer zu Allendorf an den Außenpfosten, womit an diesem Tag wohl endgültig alles gegen die Grün-Weißen lief. Die Borgloher gaben sich aber nicht auf und suchten weiterhin die Offensive. Trainer Lars Brinkschröder wechselte und brachte Martin Wüppen, der sein erstes Saisonspiel für die Grün-Weißen absolvierte und Marcel Schlentzek. Sechser Jannis Kappelmann und Rechtsverteidiger Florian Symanzik gingen raus. Die Borgloher rannten weiter an, weshalb sich für Hagen in Überzahl Räume zum Kontern ergaben, doch zunächst klärte Florian Meyer zu Allendorf gegen Til Engelmeyer und kurze Zeit später verfehlte Alexander Holtmeyer das Borgloher Tor. Auf der Gegenseite kam Henrik Meyer zu Allendorf nach einer Ecke zum Torschuss, ein Hagener Defensivspieler konnte aber kurz vor der Torlinie blocken. Kurz vor dem Ende hätte Hagen bei einer Konterchance wieder erhöhen können, Torwart Johannes Waack konnte den Heber von Til Engelmeyer aber entschärfen. Danach war Schluss.

Die Borgloher begannen ordentlich, wirkten nach dem Doppelschlag der Gäste aber geschockt. Kurz nach der Halbzeit kippte das Spiel dann endgültig zu Gunsten von Hagen. Die gelbrote Karte und der verschossene Elfmeter taten ihr Übriges. „Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh!“ Mit diesem intellektuellen Zitat von Andi Brehme lässt sich das Borgloher Spiel an diesem Tag treffend zusammenfassen. Die Abwehr zeigte sich ungewohnt anfällig und erwischte einen schwachen Tag, während die Offensive zum ersten Mal in der laufenden Saison ohne eigenes Tor blieb. Weiter geht´s für die Grün-Weißen bereits am kommenden Freitag, wenn sie beim TV Neuenkirchen antreten. Anstoß ist um 19:30 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 10 Symanzik (12 Schlentzek, 69. Spielminute) – 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann (17 Wüppen, 68. Spielminute), 14 Zehn (11 Schlüter, 45. Spielminute), 13 Müller – 18 Brüggemann, 16 Hinrichs

Tore: 0:1 Alexander Holtmeyer (31), 0:2 Tom Haarbach (34, Foulelfmeter), 0:3 Alexander Holtmeyer (49)

 

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Symbolfoto Leuenberger: fupa.net

Die 1. Herren hat am vergangenen Sonntag beim starken Aufsteiger TSG Dissen mit 6:2 gewonnen. Marcel Schweer und Jakob Nülle fehlten verletzungsbedingt, während Heißsporn Luis Birkemeyer seine fünfte gelbe Karte absitzen musste.

Durch das ungemütliche Herbst-Wetter mit Regen und Wind fand das Spiel auf dem Kunstrasenplatz in Dissen statt. Die Hausherren begannen stark und hatten bereits nach 30 Sekunden Spielzeit einen ersten Torschuss aus ca. 20 Meter Torentfernung, der allerdings im dritten Stock landete. Eine erste gute Torchance hatte Dissen in der 10. Spielminute, als sich Oguz Solmaz auf der linken Außenbahn durchsetzte und vor das Tor von Johannes Waack flankte. In der Mitte lauerte Emre Tuncbilek, der allerdings das Tor um zwei Meter verfehlte. Mit ihrer ersten nennenswerten Torchance erzielten die Borgloher prompt das 0:1. „Bibo“ Zehn zog aus ca. 20 Meter Torentfernung ab. Michael Brüggemann hielt seine Brust in den Schuss und fälschte den Ball unhaltbar für Torwart Christopher Sievert ab. Dissen war weiterhin die tonangebende Mannschaft und versuchte immer wieder über den starken Oguz Solmaz auf der linken Außenbahn Chancen zu kreieren. Borglohs rechter Außenverteidiger Philipp Lahm alias Marco Hebbelmann zeigte aber eine gewohnt starke Leistung gegen den Flügelspieler und konnte die Flankenläufe unterbinden. Borgloh wurde im Laufe der ersten Halbzeit immer stärker. In der 26. Spielminute setzte Jannis Kappelmann, der mit „Bibo“ Zehn die Doppelsechs bildete, einen Distanzschuss aus 25. Meter Torentfernung knapp über das Gehäuse. Auf der Gegenseite fiel nur eine Minute später der bis dato verdiente Ausgleich. Nach einem langen Pass auf Ogulcan Genc setzte dieser sich auf der rechten Außenbahn durch und passte vor das Tor. Dissens Emre Tuncbilek nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor an und schoss aus der Drehung vom Fünfmetereck in die kurze Ecke. Der Ball prallte von der Unterkante der Latte auf die Torlinie, um danach vollends im Tor einzuschlagen. Torwart Waack war chancenlos. Aber die Grün-Weißen hatten die passende Antwort im Gegenzug parat. Nach einem Freistoß von Malte Hinrichs aus dem Halbfeld lief der starke Sechser Jannis Kappelmann ein und verwandelte aus 5 Meter Torentfernung ins rechte Toreck. In der 35. Spielminute war wieder Jannis Kappelmann im Mittelpunkt. Nach einer Ecke für die Grün-Weißen konnte Dissen den Ball zunächst klären, Borglohs Sechser lauerte aber auf den zweiten Ball und schoss die Kugel aus 25 Meter Torentfernung Richtung linken Torwinkel. Dissens Torwart Christopher Sievert machte sich ganz lang und konnte den Schuss mit einer spektakulären Parade über die Latte lenken. Die folgende Ecke konnte Dissen wieder zunächst klären. Dieses Mal lauerte Emanuel Müller auf den Ball, und sprintete mit ihm aus dem Halbfeld bis an die Grundlinie um dann einen starken Pass in die Mitte zu spielen. Während die Abwehr der Hausherren sich im Tiefschlaf befand, lief Kapitän Malte Hinrichs am ersten Pfosten ein und schob den Ball zum 3:1 aus Borgloher Sicht über die Linie. In der 40 Spielminute gab es wieder eine Ecke für die nun klar tonangebenden Gäste. Linksaußen Florian Symanzik nahm den Ball am zweiten Pfosten volley, schoss ihn aber deutlich über das Tor. Nur zwei Minuten später rappelte es wieder im Dissener Gehäuse. Emanuel Müller und Michael Brüggemann liefen Torwart Sievert energisch an und provozierten so einen kläglichen Fehlpass vom Keeper auf Emanuel Müller. Der bärenstarke Rechtsaußen nahm das Geschenk dankend an und schob den Ball aus 10 Meter ins leere Tor. Direkt vor der Pause verteilte Dissen ein weiteres Geschenk für die Borgloher. Nach einer Ecke von Florian Symanzik köpfte ein Dissener Spieler mit dem Hinterkopf auf das eigene Tor. Torwart Sievert riss überrascht die Arme hoch und lenkte dadurch den Ball über die Linie zum 1:5.

Zur Halbzeit wechselte Trainer Lars Brinkschröder erstmals und brachte Marcel Schlentzek für Florian Meyer zu Allendorf auf die Linksverteidiger Position. Dissen kam mit neuem Schwung aus der Kabine, die Borgloher Hintermannschaft um die Innenverteidiger Lukas Sundermann und Henrik Meyer zu Allendorf hatte die quirligen Offensivspieler aber im gesamten zweiten Durchgang gut im Griff. Das schönste Tor des Tages fiel in der 55. Spielminute. Marco Hebbelmann und Emanuel Müller eroberten in der gegnerischen Hälfte den Ball. Letzterer passte den Ball von der Grundlinie auf Michael Brüggemann, der auf seinen Sturmkollegen Malte Hinrichs zurücklegte. Der Kapitän setzte den Ball aus ca. 11 Meter Torentfernung in den rechten Torwinkel zum 1:6. In der Folge schaltete Borgloh einen Gang zurück und verwaltete die Führung. Dissen versuchte immer wieder mit langen Flugbällen auf die Außenspieler für Gefahr zu sorgen, die aber allesamt keine Gefahr darstellten. Trainer Lars Brinkschröder wechselte nach einer Stunde Spielzeit erneut und brachte Vincent Schlüter, der nach einer Verletzungspause sein Comeback feierte. „Bibo“ Zehn verließ den Platz. Die Partie flachte mit zunehmender Spielzeit immer mehr ab. In der 74. Spielminute gab es einen fragwürdigen Elfmeter für die Hausherren. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld berührte Innenverteidiger Lukas Sundermann seinen Gegenspieler leicht am Oberkörper. Der Dissener nahm die Berührung an und fiel im Strafraum. Die Proteste der Grün-Weißen fielen aber Aufgrund des Spielstands verhalten aus. Torwart Johannes Waack ahnte die Ecke und war noch am Ball, konnte den Schuss von Daniel Martens aber nicht mehr um den Pfosten lenken. In der 80. Spielminute brannte es im Dissener Strafraum wieder nach einer Ecke lichterloh. Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf, kam am ersten Pfosten frei zum Kopfball, konnte diesen aber nicht auf das Tor lenken. Michael Brüggemann war am zweiten Pfosten zu überrascht und verfehlte das Tor. Zwei Minuten später ging Brüggemann raus, für ihn kam Noah Degenhardt in die Partie. Fünf Minuten vor dem Ende hatte Dissen noch einmal eine gute Torchance. Nach einer Flanke von der rechten Außenbahn kam Willi Stenke am zweiten Pfosten frei zum Schuss, setzte den Ball aus spitzem Winkel aber über das Tor. Nach einminütiger Nachspielzeit pfiff der gute Schiedsrichter Schulte die faire Partie ab.

Dissen fing stark an und erzielte zwischenzeitlich den verdienten Ausgleich. Nach dem 1:2 im direkten Gegenzug wirkten die Hausherren aber geschockt und Borgloh wusste dies vollends auszunutzen.  Die Grün-Weißen zeigten sich endlich einmal gnadenlos effektiv und nahmen die Geschenke der Dissener dankend an. Im zweiten Spielabschnitt machte Malte Hinrichs zum passenden Zeitpunkt den Deckel drauf, ehe die Borgloher in den Verwaltungsmodus umschalteten. Am kommenden Sonntag wartet erneut ein schwerer Brocken auf die Grün-Weißen, die sich durch den dritten Sieg in Folge auf den 2. Tabellenplatz verbessert haben. Mit dem Hagener SV tritt die Mannschaft der Stunde an der Schulstraße an, die zuletzt die Sportfreunde Schledehausen mit 6:0 nach Hause geschickt hat. Anstoß ist aufgrund der Uhrenumstellung am kommenden Wochenende schon um 14 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (12 Schlentzek, 45. Spielminute), 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann – 10 Symanzik, 9 Kappelmann, 14 Zehn (11 Schlüter, 60.Spielminute), 13 Müller – 18 Brüggemann, (3 Degenhardt, 82. Spielminute), 16 Hinrichs

Tore: 0:1 Michael Brüggemann (13), 1:1 Emre Tuncbilek (27), 1:2 Jannis Kappelmann (28), 1:3 Malte Hinrichs (35), 1:4 Emanuel Müller (43), 1:5 Eigentor (45+1), 1:6 Malte Hinrichs (55), 2:6 Daniel Martens (74, Elfm.)

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