gesmold borgloh 18

Symbolbild: Julius Laabs

Bereits am vergangenen Freitag hat die 1. Herren beim Tabellenführer in Gesmold eine 2:4 Niederlage kassiert. Personell konnte das Trainergespann Brinkschröder/Henkenborg wieder nahezu aus dem Vollen schöpfen, denn die beiden Kapitäne Henrik Meyer zu Allendorf und Luis Birkemeyer kehrten nach abgesessener Sperre ins Team zurück. Getreu dem Motto „Never change a winning Team“ ließen die Trainer aber die gleiche Startaufstellung wie beim Sieg gegen Riemsloh von Beginn an ran.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf dem sehr gut bespielbaren Kunstrasenplatz in Gesmold waren die Hausherren gleich von Beginn an die tonangebende Mannschaft. In der 3. Spielminute kam Till Specht zu einer guten Kopfballchance nach einer Flanke von Arne Schlüter, der Kopfball flog allerdings einen guten Meter am von Johannes Waack gehüteten Tor vorbei. Die Grün-weißen, die wieder mit einer Dreier Abwehrkette und einem 5er Mittelfeld agierten, versuchten die Räume auf dem großen Platz möglichst eng zu halten, was aber nur phasenweise gegen spritzige und kombinationssichere Gastgeber gelang. Die erste Chance für die Grün-weißen hatte Emanuel Müller in der 7. Spielminute, als der Sechser sein Pferdehuf auspackte und den Ball aus gut 25 Meter Richtung Tor drosch. Torwart Stratmann war aber zur Stelle und konnte den guten Versuch entschärfen.

Im Gegenzug fiel dann das 1:0 für die Grönegauer. Nach einer starken Kombination über die halblinke Abwehrseite der Borgloher stand Jonas Schmeiduch nach Pass von Nils Grothaus plötzlich frei vor Torwart Waack und schob den Ball zur Führung für Gesmold über die Linie. In der Folge kamen die Grün-weißen besser ins Spiel, Gesmold lauerte aber auf Konter mit seinen pfeilschnellen Offensivspielern.

Mitte der ersten Halbzeit stellte Trainer Lars Brinkschröder seine Mannschaft um. Emanuel Müller rückte eine Position zurück und Borgloh spielte fortan mit einer Viererkette. Die Borgloher waren zu diesem Zeitpunkt zwar optisch leicht überlegen, schafften es aber nicht die Stürmer Noah Degenhardt und Linus Heidemann in Szene zu setzen.

Stattdessen kam Gesmold mit einem blitzsauberen Konter in der 26. Spielminute zum 2:0. Die Hausherren setzten sich über die rechte Borgloher Seite durch und Lars Hübner bediente im Rücken der Abwehr Jonas Schmeiduch, der aus 16 Meter Torentfernung zum 2:0 einschob. Gesmold spielte fortan im Stil eines Spitzenreiters und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Die Borgloher waren ihrerseits zu weit weg von ihren Gegenspielern und kamen dadurch nicht einmal ansatzweise in die Zweikämpfe. Die logische Konsequenz der inzwischen drückend überlegenen Hausherren war das 3:0 in der 36. Spielminute. Gesmold spielte sich den Ball in der Viererkette zu, bis sich eine Lücke in der Offensive zeigte. Arne Schlüter erkannte die Lücke und lief nach Zuspiel vom starken Jonas Schmeiduch von der halbrechten Borgloher Seite allein auf Torwart Waack zu und schob den Ball ins kurze Eck.

Trainer Lars Brinskchröder reagierte und brachte Henrik Meyer zu Allendorf in die Viererkette und Stürmer Noah Degenhardt verließ den Platz. Ole Hengelbrock rückte von der Innenverteidiger auf die Sechser Position. Kurz vor dem Seitenwechsel kam Gesmold aber erneut zu einer Großchance, als Joans Schmeiduch aus abseitsverdächtiger Position zum Abschluss kam, Torwart Waack den Ball aber an den Pfosten lenken konnte.

In der Halbzeit fand das Trainergespann offenbar die richtigen Worte und zog die richtigen Schlüsse, denn mit gleich drei weiteren Spielerwechseln kam Borgloh im 4-3-3 System deutlich engagierter aus der Kabine. Marcel Schweer und Jonas Pottebaum bildeten fortan mit Pascal Schweer das Sturmtrio. Luis Birkemeyer rückte ins linke Mittelfeld. Florian Symanzik, Linus Heidemann und „Bibo“ Zehn verließen den Platz.

Die Grün-weißen setzten sich mit Beginn der 2. Halbzeit in der Gesmolder Hälfte fest und wurden relativ schnell belohnt. Nach einer schönen Kombination über Pascal Schweer und Ole Hengelbrock wurde Letzterer im Strafraum gefoult. Der gute Schiedsrichter zeigte zum Unmut der Hausherren nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf den Punkt. Henrik Meyer zu Allendorf lief an und verwandelte sicher zum 3:1. Die Borgloher witterten jetzt Morgenluft, während die Hausherren sich aufs verteidigen konzentrierten. Nur 6 Minuten nach dem Elfmeter konnte Borgloh sogar auf 3:2 verkürzen. Nach einer Ecke von Luis Birkemeyer köpfte Pascal Schweer den Ball vom zweiten Pfosten vor das Tor, wo Henrik Meyer zu Allendorf goldrichtig stand und den Ball mit dem Oberschenkel über die Linie drückte.

Die Grün-weißen waren jetzt richtig gut im Spiel und drängten den Spitzenreiter tief in die eigene Hälfte. Die große Chance zum Ausgleich hatte Vincent Schlüter in der 64. Spielminute. Nach einer schönen Kombination von Luis Birkemeyer und Jonas Pottebaum auf der linken Außenbahn gelangte der Ball in der Mitte zu Pascal Schweer, der auf Vincent Schlüter ablegte. Der Rechtsaußen kam aus 16 Meter Torentfernung freistehend zum Abschluss, setzte den Ball aber um Millimeter über die Latte.

Die Gesmolder hatten ihre größte Chance im zweiten Durchgang in der 69. Spielminute, als Johannes Waack einen Freistoß von Jonas Schmeiduch bärenstark aus der linken Torecke kratzte. Fünf Minuten später war Borgloh auf der Gegenseite dem Ausgleich sehr nahe. Der stark aufspielende Marcel Schweer tankte sich auf der rechten Seite elegant wie die Borgloher Linedancer gegen zwei Gegenspieler durch und flankte vor das Tor, wo Jonas Pottebaum eingelaufen war und den Ball aus nahezu unmöglichem Winkel Richtung Tor bugsierte. Die Kugel striff noch die Latte, landete aber schlussendlich auf dem Tor.

Die beste Chance zum Ausgleich vergaben in der 80. Spielminute Ole Hengelbrock und Vincent Schlüter. Nach einem Doppelpass mit Pascal Schweer tauchte Hengelbrock freistehend vor Torwart Stratmann auf, scheiterte aber im Eins gegen Eins am Keeper. Der schwer zu nehmende Abpraller landete bei Vincent Schlüter, der den Ball zwar am Torwart vorbeischießen konnte, ein Abwehrspieler der Hausherren sprintete aber vor das Tor und konnte die Kugel in höchster Not von der Linie kratzen. Zu diesem Zeitpunkt wäre der Ausgleich aufgrund der starken zweiten Halbzeit verdient gewesen, doch leider kam es mal wieder anders.

Nach einer Ecke in der 82. Spielminute konnte Johannes Waack den Ball -vom Flutlicht geblendet- nicht ausreichend klären und dieser landete 16 Meter zentral vor dem Tor, wo Jan Kleine-Kalmer zum Kopfball ansetzte. Der eigentlich harmlose Ball kullerte an Freund und Feind vorbei ins Tor zum 4:2.

Dem lautstarken Gesmolder Jubel war die Erleichterung anzumerken, denn Borgloh versuchte zwar sich noch einmal aufzuraffen, hatte aber bei zwei Halbchancen durch Pascal Schweer und Henrik Meyer zu Allendorf ein bisschen Pech und so blieb es schlussendlich bei der 4:2 Niederlage.

Aufgrund der starken ersten Halbzeit ging Gesmold schlussendlich als verdienter Sieger vom Platz. Die Grün-weißen müssen sich vorwerfen erst zu spät aufgewacht zu sein, denn die 0:3 Bürde zur Halbzeit war schlussendlich zu hoch. Nichtsdestotrotz lässt sich auf die zweite Halbzeit aufbauen, denn wieder einmal zeigten die Borgloher, dass sie mit den Spitzenteams der Liga mithalten können, auch wenn es dieses Mal keine Punkte gab. Mit zwei Spielen gegen Spitzenmannschaften geht das Fußballjahr auch zu Ende. Am kommenden Sonntag wartet der SV Bad Laer auf die Grün-weißen. Anstoß an der Schulstraße ist um 14 Uhr. Zum letzten Spiel des Jahres reisen Florian Meyer zu Allendorf, Florian Symanzik und Co. dann eine Woche später zum Hagener SV, welcher momentan der größte Konkurrent der Gesmolder im Kampf um die Meisterschaft ist.

Aufstellung Borgloh: 1 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 19 Hengelbrock, 4 Lukas Sundermann – 11 Schlüter, 14 Zehn (7 Birkemeyer, 45. Minute), 13 Müller, 10 Symanzik (5 M. Schweer,45.) – 27 P. Schweer – 3 Degenhardt (8 H. Meyer zu Allendorf,40), 17 Heidemann (25 Pottebaum, 45.)

Tore: 1:0 Jonas Schmeiduch (8), 2:0 Jonas Schmeiduch (26), 3:0 Arne Schlüter (36), 3:1 Henrik Meyer zu Allendorf (52, Foulelfmeter), 3:2 Henrik Meyer zu Allendorf (59), 4:2 Jan Kleiner-Kalmer (84)

Text: Henrik Meyer zu Allendorf

Die 1. Herren konnte am vergangenen Freitag den dritten Sieg in Folge einfahren. Nach den Siegen gegen Oesede (4:2) und Gaste-Hasbergen (4:3) stand am Ende der 90 Minuten ein hochverdienter 2:0 Erfolg gegen Riemsloh, auch wenn die Tore erst in der Schlussphase fielen. Im Gegensatz zur Vorwoche war Marcel Schweer nach seiner Gelbsperre wieder mit an Bord, aber sowohl Henrik Meyer zu Allendorf (Rotsperre) sowie Luis Birkemeyer (Gelb-rot in Hasbergen) fehlten gesperrt. Marco Hebbelmann fehlte berufsbedingt. Hinzu kamen die Langzeitausfälle Michael Brüggemann (Studium), Malte Hinrichs (Kreuzbandriss) und Noah Birkemeyer (Bänderriss). Damit waren auch alle drei Kapitäne nicht im Kader, weshalb der Älteste der Truppe, Florian Symanzik, die Verantwortung übernahm und die Mannschaft aufs Feld führte.

Die grün-weiße Nacht warf bereits ihren Schatten voraus, weshalb auch die Mannschaft darauf brannte, das Festwochenende erfolgreich einzuläuten. So starteten die Borgloher direkt von Beginn an mutig und entschlossen in die Partie und ließen die Gäste durch frühes Pressing nicht zur Entfaltung kommen. Die Dreierkette um Ole Hengelbrock, Lukas Sundermann und Florian Meyer zu Allendorf hatte immer wieder mit den schnellen Angreifern der Riemsloher zu tun, stand aber sehr sicher und ließ in der 1. Halbzeit keinen Schuss aufs Borgloher Tor zu.

Aber auch die Männer in grün-weiß trafen in Durchgang Eins nicht das Tor von Torwart Dominik Johanning, auch wenn hochkarätige Chancen dabei waren. In der 13. Minute vergab Linus Heidemann die zweite Chance zur Führung, als er nach einem Fehler der Riemsloher Viererkette zunächst frei durch war, im letzten Moment aber vom Verteidiger gestoppt wurde. Doch passend zur Mentalität auf dem Platz ließ „Heidi“ den Kopf nicht hängen, holte sich den Ball direkt zurück und hätte im Duell mit Johanning einschieben können, schoss dem Torwart aber genau auf die Brust.

Kurz zuvor hatte Emanuel Müller, der wieder auf der 6er Position spielte, Johanning zur ersten Parade gezwungen, als er nach einer abgewehrten Ecke aus 25 Metern stramm aufs Tor schoss (7. Minute). Nach 27 Minuten dann die nächste Möglichkeit für den TuS. Nach einem Einwurf verlängerte „Bibo“ Zehn mit dem Kopf, Pascal Schweer setzte sich im Laufduell mit Innenverteidiger Marc Staege durch und scheiterte beim Versuch den Ball ins lange Eck zu spitzeln am Außenpfosten.

Die Borgloher waren in Halbzeit eins die klar überlegende Mannschaft, hatten mehr Ballbesitz und gewannen deutlich mehr Zweikämpfe als der Gegner. Aber selbst die vierte gute Gelegenheit aufs Führungstor konnte nicht genutzt werden, als sich ein Riemsloher im letzten Moment in den Schuss von Pascal Schweer warf und zur Ecke klärte (39.). Torlos ging es dann in die Halbzeit.

Riemsloh kam aber nun etwas besser in die Partie und kreierte sich direkt nach Wiederanpfiff zwei Halbchancen. Kein Abschluss fand aber den Weg auf das Tor von Johannes Waack. Die Gäste probierten es dann weiterhin häufig mit langen Bällen nach vorne zu kommen, aber die langen Abwehrleute konnten damit problemlos umgehen und auch Waack war auf der Hut und fing so manches Zuspiel ab. Richtig brenzlig wurde es für das Gehäuse der Heimmannschaft nicht. Aber etwas Glück gehört manchmal auch dazu, denn der ansonsten gute Schiedsrichter Ahlemeier übersah ein Foulspiel von Lukas Sundermann am Stürmer innerhalb des 16ers. Aber der fällige Elfmeterpfiff blieb aus.

Es dauerte dann allerdings bis zur 69. Minute, ehe Trainer Lars Brinkschröder die nächste Chance für seine Schützlinge auf seinem Zettel notieren konnte. Nach einer Flanke kam Pascal Schweer, der heute auf der „10“ hinter den laufstarken Stürmern Heidemann und Degenhardt die Fäden zog, am zweiten Pfosten zum Kopfball und köpfte knapp neben das Tor. Nach 70 Minuten wechselte das Trainergespann Brinkschröder/Henkenborg das erste Mal aus. Noah Degenhardt verdiente sich seinen frühzeitigen Feierabend nach starker Vorstellung und für ihn kam Marcel Schweer zum Einsatz.

Der eingewechselte „Schwecke“ sollte nur kurze Zeit später die nächsten Torchancen für die Grün-weißen haben, als er nach einer Ecke den Ball an den Pfosten köpfte (75.) und kurz danach wieder per Kopf zum Abschluss kam, den Ball aber knapp am Kasten vorbei setzte(77.).

In die letzten Zehn Minuten der Partie gingen die Borgloher dann mit einem spielerischen Übergewicht, während den Gästen mehr daran lag, das Unentschieden zu verwalten. Bibo Zehn machte dann aber dem Aufsteiger einen Strich durch die Rechnung und traf nach einem Fehler der Abwehr die Unterkante der Latte, von wo der Ball zum ins 1:0 ins Tor sprang (80.). Vorausgegangen war eine lange Flanke aus dem Halbfeld, die vom Innenverteidiger der Blauen unzureichend und nur vor die Füße von Zehn geklärt wurde, der dann aus 11 Metern wie erwähnt zur umjubelten und hochverdienten Führung einnetzte.

Nun wollten die Riemsloher doch noch etwas Zählbares aus Borgloh mitnehmen und warfen alles nach vorne. Das eröffnete den Borglohern Räume zum Kontern. Und genau so einen Konter schloss der starke Ole Hengelbrock in der 86. Minute zum vorentscheidenden 2:0 ab. Der kurz zuvor für den ebenfalls stark aufspielenden Linus Heidemann eingewechselte Jonas Pottebaum setzte sich nach einem Freistoß der Gäste auf seiner linken Außenbahn gegen zwei Gegenspieler durch und bediente dann mustergültig den mitgelaufenen „Libero“ Ole Hengelbrock. Dieser nahm sich 20 Meter vor dem Tor noch den Luxus den Ball anzustoppen, um ihn dann mit dem rechten Fuß ins linke Eck zu schießen.

Riemsloh haderte nun sowohl mit der eigenen Leistung, als auch mit der Leistung des Schiedsrichters. So sah Kapitän Jan-Wilhelm Klei in der 89. Minute die Gelb-rote Karte, nachdem er sich lautstark beschwert hatte.

Borgloh spielte die Schlussphase gelassen runter, ließ nichts mehr anbrennen und feierte dann einen wichtigen und verdienten Sieg. Viel besser hätte man den Startschuss für die Geburtstagsfeier des TuS Borgloh, der in diesem Jahr frische 80 Jahre alt geworden ist, nicht geben können.

Die Grün-weißen um Vincent Schlüter, Florian Symanzik und Co. waren von Beginn an die Mannschaft mit mehr Willen und Einsatzbereitschaft und schafften es dann auch noch Torchancen zu kreieren und zum Ende zwei Tore zu erzielen.

Mit dieser Einstellung kann auch am nächsten Spieltag gegen den Tabellenführer Gesmold einiges erreicht werden, wenn im Sportpark an der Else am Freitag um 19.30 Uhr angepfiffen wird.

Aufstellung Borgloh: 1 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 19 Hengelbrock, 4 Lukas Sundermann – 11 Schlüter, 14 Zehn (9 Kappelmann, 90. Minute), 13 Müller, 10 Symanzik – 27 P. Schweer – 3 Degenhardt (5 M. Schweer,70.), 17 Heidemann (25 Pottebaum, 82.)

Tore: 1:0 Christopher Zehn (80.), 2:0 Ole Hengelbrock (86.)

Bes. Vorkommnisse: gelb-rote Karte - Jan Wilhelm Klei (89.)

Text: Malte Hinrichs

Am vergangenen Sonntag hat die 1. Herren ihren ersten Auswärtssieg der laufenden Kreisliga Saison eingefahren. Nach dem Sieg gegen den -bis dato- Spitzenreiter aus Oesede am vergangenen Wochenende wartete dieses Mal mit der Spielvereinigung Gaste Hasbergen, welche auf dem letzten Tabellenplatz steht, ein ganz anderer Gegner. Verzichten musste das Trainergespann auf Marcel Schweer (gelbsperre), Henrik Meyer zu Allendorf (rotsperre) sowie die Langzeitausfälle Michael Brüggemann (Studium), Malte Hinrichs (Kreuzbandriss) und Noah Birkemeyer (Bänderriss). Neuzugang Moritz Niemeyer stand nach überstandener Knieverletzung erstmals im Kader der Grün-weißen.

Borgloh startete wie beim Sieg gegen Oesede mit einer Dreier Abwehrkette und einem 5er Mittelfeld. Pascal Schweer übernahm dabei die Rolle auf der 10 hinter den beiden Stürmern Noah Degenhardt und Linus Heidemann. Die Grün-weißen begannen sehr ordentlich und hatten bereits in der 5. Spielminute eine gute Chance zur Führung, als Linus Heidemann nach einem Fehler in der Hasberger Hintermannschaft allein auf Torwart Boelscher zulief, dieser aber im Eins gegen Eins der Sieger blieb. Die Borgloher waren in der Anfangsphase klar spielbestimmend und schnürten die Hausherren tief in der eigenen Hälfte ein. Spielerisch war die Partie aber kein Leckerbissen, denn der Ball lief sehr schwer auf dem tiefen Hasberger Rasen.

In der 22. Spielminute war es erneut Linus Heidemann, der die Führung auf dem Fuß hatte. Nach einer schönen Flanke von Linksaußen Luis Birkemeyer nahm der Stürmer den Ball mit vollem Risiko, seine Volleyabnahme segelte aber knapp über das Tor. Zehn Minuten später kam Hasbergen nach einem Fehler im Borgloher Aufbauspiel zu einer Großchance, als Niklas Beineke plötzlich vor Waack auftauchte und aus spitzem Winkel am Pfosten scheiterte.

In der 36. Spielminute fiel dann das 1:0 für Borgloh. Linus Heidemann wurde wieder auf die Reise geschickt und lief erneut auf Torwart Boelscher zu. Beim Versuch, den Torwart zu umkurven, traf ein Hasberger Abwehrspieler Heidemann am Fuß und es gab folgerichtig Foulelfmeter. Luis Birkemeyer machte es ganz genau und traf mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:0. Kurz vor dem Seitenwechsel hätte Pascal Schweer auf 2:0 erhöhen können, sein Kopfball nach einer Ecke verfehlte das Tor aber knapp.

In der Halbzeit stellte das Trainerteam um, Emanuel Müller rückte von der Doppelsechs auf die Außenverteidiger Position und Borgloh spielte im 4-4.2. Kurz nach Wiederbeginn fiel dann schon das 2:0 für Borgloh. Eine Ecke von Jannis Kappelmann verlängerte Noah Degenhardt mit Glück und Geschick in die lange Ecke. Torwart Boelscher war chancenlos.

Doch wer jetzt eine ruhige Halbzeit erwartete wurde eines Besseren belehrt, denn nur fünf Minuten nach dem 2:0 konnte Hasbergen den Anschlusstreffer erzielen. Einen weiten Einwurf verlängerte ein Hasberger auf Emre Öztatar, der den Ball im Gestocher an Torwart Waack vorbei ins Netz beförderte.

In der 57. Spielminute stockte so manch einem Grün-weißen kurz der Atem, als Torwart Johannes Waack aus seinem Kasten lief und den Ball wegschlagen wollte, dabei jedoch über die Kugel trat. Ole Hengelbrock war glücklicherweise mitgelaufen und konnte vor seinem Hasberger Gegenspieler klären.

In der 70. Spielminute wechselte Borgloh erstmals, Rechtsaußen Florian Symanzik verließ den Platz und Vincent Schlüter kam in die Partie. Nur eine Minute später hatte Pascal Schweer eine hundertprozentige Chance zum 3:1. Schweer tauchte nach Pass von Noah Degenhardt frei vor Torwart Boelscher auf und hättte diesen normalerweise locker umkurven können. Er versuchte es aber direkt mit dem Außenriss, was gänzlich schief ging denn statt dem Tor traf Schweer die Eckfahne.

In der 78. Spielminute wechselte das Trainergespann Brinkschröder/Henkenborg erneut. Moritz Niemeyer wurde eingewechselt und feierte seine Premiere im grün-weißen Trikot. Linus Heidemann verließ den Platz. Drei Minuten später fiel die vermeintliche Vorentscheidung. Noah Degenhardt passte von der rechten Außenbahn vor das Tor, wo Hasbergen den ungenauen Pass nicht richtig klären konnte und stattdessen an den eigenen Pfosten schoss. Vincent Schlüter reagierte in der Mitte am schnellsten, nahm das Geschenk an und verwandelte den Abpraller zum 3:1 für Borgloh.

Die Schlussphase hatte es aber dann noch einmal in sich. In der 88. Spielminute konnte Waack zunächst stark parieren, als er reaktionsschnell die Arme hochriss und einen strammen Schuss aus kurzer Entfernung zur Ecke klären konnte. Nach dieser Ecke verpassten die Borgloher es aber, den Ball resolut zu klären und die Folge war der erneute Anschlusstreffer durch Niclas Bröring.

Nur eine Minute später foulte der kurz zuvor verwarnte Luis Birkemeyer an der Mittellinie seinen Gegenspieler und bekam folgerichtig die gelbrote Karte. Hasbergen warf beim folgenden Freistoß fast alles nach vorne, was Pascal Schweer mit einer bärenstarken Einzelleistung bestrafte. Den Freistoß klärte „Karl“ selbst mit dem Kopf am eigenen Strafraum, hechtete diesem dann hinterher, überlief zwei Gegenspieler, umkurvte dieses Mal den Torwart und schob zum 4:2 aus Borgloher Sicht ein.

Doch offenbar waren sich die Grün-Weißen mit dem jeweiligen „zwei Tore Vorsprung“ zu sicher und ließen es zu locker angehen, denn nur eine Minute nach dem 4:2 konnte Hasbergen erneut auf 4:3 verkürzen. Nach dem erneuten Anschlusstreffer waren die Grün-weißen aber wieder hellwach und konnten so den ersten Auswärtsdreier der Saison bejubeln.

Am Ende machten es die Borgloher unnötig spannend, denn das Spiel hätte deutlich früher zu Gunsten der Gäste entschieden worden sein. Am Ende stehen aber die wichtigen drei Punkte, nach dem „wie“ kräht bekanntlich in zwei Wochen kein Hahn mehr. Durch den zweiten Sieg in Folge konnten sich die Borgloher etwas von der Abstiegsregion absetzen. Die verbleibenden vier Spiele vor der Winterpause haben es für die Grün-weißen aber noch einmal in sich, denn die Teams aus Riemsloh, Gesmold, Bad Laer und Hagen sind allesamt aktuell in der Top 5 der Kreisliga zu finden.

Aufstellung Borgloh: 1 Waack – 15 Hebbelmann, 19 Hengelbrock, 4 Lukas Sundermann – 10 Symanzik (11 Schlüter, 70. Minute,), 13 Müller, 27 P. Schweer, 9 Kappelmann, 7 L. Birkemeyer – 3 Degenhardt, 17 Heidemann (21 Niemeyer, 78.)


 

Tore: 1:0 Luis Birkemeyer (35, Foulelfmeter), 0:2 Noah Degenhardt (47), 1:2 Emre Öztatar (53), 1:3 Vincent Schlüter (82), 2:3 Niclas Bröring (84), 2:4 Pascal Schweer (90+1), 3:4 Emre Öztatar (90+3)

bes. Vorkommnisse:  Gelbrot: Luis Birkemeyer (90)

Text: Henrik Meyer zu Allendorf

Am 13. Spieltag traf der TuS Borgloh auf den Tabellenführer aus Oesede. Die Grün-weißen hatten sich unter der Woche intensiv mit der Aufarbeitung der letzten Wochen beschäftigt und hatten sich für das Spiel viel vorgenommen. Schließlich sollte nach dem enttäuschenden Saisonstart die Wende eingeleitet und endlich wieder ein Sieg in der Liga errungen werden. Dementsprechend ging die Mannschaft von Trainer Lars Brinkschröder und Co-Trainer Lennart Henkenborg hoch motiviert in die Partie, in der „Bibo“ Zehn angeschlagen passen musste und bis auf die Langzeitverletzten nur Jonas Pottebaum und Marcel Schlentzek fehlten.

Den Start in die Partie hätte sich die Mannschaft wohl nicht besser vorstellen können, denn bevor der Sekundenzeiger eine ganze Umdrehung hinter sich brachte, stand es schon 1:0 für Borgloh. Nach einer scharfen Ecke von Luis Birkemeyer stand Kapitän Henrik Meyer zu Allendorf in der Mitte goldrichtig und spitzelte den Ball aus kurzer Distanz durch die Beine von Sportfreunde-Keeper Jonas Gutendorf.

Das Spiel nahm direkt zu Beginn ein schnelles Tempo auf, wobei die Oeseder schnell kombinierten und ihren Spielmacher Furkan Güraslan immer wieder in Szene setzen wollten. Doch die geschlossene Mannschaftsleistung der Borgloher erschwerten es den Gästen ungemein, die dann hauptsächlich nach Standardsituationen Gefahr versprühten.

Nach 15 gespielten Minute stand Torschütze Henrik Meyer zu Allendorf dann wieder im Mittelpunkt. Nach einem hohen Ball der Oeseder haute der Abwehrchef als letzter Mann relativ kläglich über den Ball, Torjäger Güraslan hatte darauf bereits spekuliert und schnappte sich den freien Ball. Meyer zu Allendorf wusste sich dann nicht mehr anders zu helfen und foulte den Stürmer klar. Der solide Schiedsrichter entschied auf Notbremse und zeigte dem Kapitän die rote Karte. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung, denn Marco Hebbelmann hätte eventuell eingreifen können, stand aber doch ein Stück vom Geschehen entfernt, weshalb der Platzverweis in Ordnung geht.

Nach diesem Schock musste sich die Hintermannschaft der Gastgeber erst mal neu sortieren. Und die Gäste aus Oesede wussten dies eiskalt zu nutzen. Nach einer Ecke kam Georgio Knop im Gewühl an den Ball und brachte ihn aus kurzer Distanz im Tor unter (21. Minute). Und nur vier Minuten später stellte der Tabellenführer sogar auf 1:2, als Oliver Stuhlemmer nach einer Flanke mit dem Kopf vollenden konnte (25.). So schien die gute Anfangsphase der Kicker in grün und weiß bereits verpufft zu sein. Doch anders als in den vergangen Wochen ließen die Borgloher den Kopf nicht hängen und kämpften sich in Unterzahl zurück in die Partie. Auch wenn dies zu diesem Zeitpunkt eisenharte Defensivarbeit bedeutete und kaum eigene Chancen kreiert werden konnten. So blieb es bis zur Halbzeit beim 1:2 für die Sportfreunde.

Nach Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte konnten der TuS weiterhin das Tempo der Oeseder mitgehen und ein Unterschied war trotz Unterzahl nicht mehr zu erkennen. Besonders die Stürmer Noah Degenhardt und Pascal Schweer liefen immer wieder die Verteidiger an und sorgten durch die Laufwege für einen ungeordneten Spielaufbau bei den Gästen. Dies zahlte sich dann in der 58. Minute aus. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld kam der Ball über Umwege zu Emanuel Müller, der aus 25 Metern einfach mal abzog und flach ins rechte Eck traf. Torwart Gutendorf war wohl noch am Ball, konnte das Tor zum Ausgleich aber nicht mehr verhindern.

Die Gäste reagierten darauf sehr hektisch und kamen mit der unangenehmen Spielweise der Borgloher zunehmend weniger zurecht. Ständig lag ein Oeseder auf dem Boden und jammerte, aber der Schiedsrichter ließ sich durch die Theatralik nicht beirren. Aber in der 66. Minute wurde das leider belohnt und nach einer Grätsche, bei der Ole Hengelbrock erst Ball und dann den Gegner traf, wurde auf Elfmeter für Oesede entschieden. Trainer Lars Brinkschröder hatte im Vorfeld das Spiel der Oeseder gegen Bad Laer aufmerksam beobachtet, in der die Gäste ebenfalls einen Strafstoß zugesprochen bekamen und Oliver Stuhlemmer den Ball vom Torwart aus gesehen links unten versenkte. Das zeigte der Coach Torwart Johannes Waack an, der darauf blind vertraute. Stuhlemmer entschied sich für die gleiche Ecke und Waack konnte den Ball im Nachfassen festhalten. Das war der erste Elfmeter in einem Ligaspiel den Johannes Waack seit dem 12. August 2012 beim 1:0 Erfolg in Quakenbrück halten konnte. Dies schien Oliver Stuhlemmer so frustriert zu haben, dass der bereits gelb verwarnte Stürmer bei einer Grätsche im Mittelfeld nachtreten musste und folgerichtig mit Gelbrot den Platz verlassen musste (70.). Also war sowohl das Personal als auch der Spielstand wieder zahlenmäßig ausgeglichen.

Das Spiel bot den Zuschauern bereits alles, was ein Spiel so zu bieten hat. Tore, Platzverweise, verschossene Elfmeter und ein hohes Tempo. Und im weiteren Verlauf des Spiels entwickelte sich eine dramatische Schlussphase. Oesede kam immer wieder zu Halbchancen, die von der stabilen Abwehr oder vom guten Torwart Waack entschärft werden konnten. So zum Beispiel ein direkt und scharf aufs Tor gezogener Freistoß von Güraslan (85.). Die Gäste wirkten nun zunehmend gehemmt und frustriert, was der Mannschaft um Florian Symanzik, Lukas Sundermann und Co. in die Karten spielte. Denn so entstanden in der gegnerischen Hälfte mehr Räume für Konter.

Und als sich die Zuschauer schon mit dem Unentschieden angefreundet hatten, hatte die Mannschaft und besonders Pascal Schweer da eher weniger Lust drauf. Nach einem hohen Ball gewann Marco Hebbelmann das Kopfballduell und verlängerte auf Kalli Schweer, der im direkten Duell mit Gutendorf eiskalt blieb und den Ball ins lange Eck spitzelte (90+3). Seit langer Zeiten konnten die Borgloher endlich wieder in der Schlussphase jubeln was allen Beteiligten, die es mit der Heimmannschaft hielten, guttat und den Oesedern nun komplett die Laune am Fußball nahm. So viel mit dem Schlusspfiff das Tor zum 4:2, als Verteidiger Thorben Kröger einen Rückpass auf seinem Keeper spielte, dieser den Pass nicht kontrollieren konnte und der Ball zum Entstand über die Linie kullerte (90+5).

Nach einer Partie, die alles an Dramaturgie zu bieten hatte, standen die Jungs in grün-weiß als verdienter Sieger auf dem Platz. Gerade nach der roten Karte zu Beginn entwickelte sich eine „jetzt-erst-recht“-Mentalität auf und neben dem Spielfeld. Die Mannschaft hat durch die Woche viel an sich gearbeitet und sich zu allem und Jedem Gedanken gemacht, und nun am Spieltag die richtige Reaktion gezeigt. Daran sollte nun festgehalten werden, damit der „Neustart“ glücken kann.

Am nächsten Spieltag erwartet die Truppe dann ein ganz anderer Gegner, wenn der Tabellenletzte Gaste-Hasbergen am Sonntag 04.11.18 um 14.00 Uhr zum Gastspiel bittet. Dort ist wieder die Mentalität und Einsatzbereitschaft gefordert, die es auch gegen Oesede gebraucht hat.


 

Aufstellung: 1 Waack – 15 Hebbelmann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 4 Lukas Sundermann – 10 Symanzik (6 F. Meyer zu Allendorf, 72. Minute,), 13 Müller, 19 Hengelbrock, 5 M. Schweer (9 Kappelmann, 78.), 7 L. Birkemeyer – 27 P. Schweer, 3 Degenhardt (11 Schlüter, 80.)


 

Tore: 1:0 H. Meyer zu Allendorf (1.), 1:1 Knop (21.), 1:2 Stuhlemmer (24.), 2:2 Müller (58.), 3:2 P. Schweer (90.+3), 4:2 Eigentor (90.+5)

bes. Vorkommnisse: Rote Karte H. Meyer zu Allendorf (15.), Waack hält Foulelfmeter von Stuhlemmer (67.), Gelbrot Stuhlemmer (70.)

Text: Malte Hinrichs

Im Spiel zweier Mannschaften, die in der unteren Region der Kreisliga stehen, zog Borgloh am vergangenen Sonntag den Kürzeren und steht nach der 2:3 Niederlage in Dissen auf dem drittletzten Tabellenplatz. Das Personalkarussell rotierte dabei mal wieder auf Seiten der Grün-weißen, denn neben den Langzeitausfällen fehlte mit Lukas Sundermann (beruflich) und Henrik Meyer zu Allendorf (gelbsperre) die etatmäßige Innenverteidigung. Ole Hengelbrock und Emanuel Müller waren dafür erstmals in der Liga wieder dabei und übernahmen die Positionen. Als Kapitän lief erstmals Luis Birkemeyer auf.

Nach dem bärenstarken Auftritt in Bad Laer unter der Woche, welcher mit dem Einzug ins Pokal Viertelfinale belohnt wurde, konnte man normalerweise von einem gestiegenen Selbstbewusstsein der Grün-Weißen ausgehen. Bereits in der 4. Spielminute wurde dies aber direkt zerstört. Nach einer Ecke für Dissen waren die Borgloher überhaupt noch nicht wach. Nelson Pereira Correia konnte den Ball am Elfmeterpunkt annehmen, bis zum Fünfmeterraum spazieren und zum 1:0 für Dissen einschieben. Während Borgloh weiter sehr kopflos agierte, spielte Dissen munter nach vorne. Die Folge war das 2:0 in der 8. Spielminute. Nach einem starken Pass von Correia Pereira lief David Peters von der halbrechten Seite auf Torwart Johannes Waack zu und verwandelte eiskalt ins lange Eck. Borgloh wirkte in dieser Phase sehr konfus, die Abstände zwischen den Ketten passten überhaupt nicht, weshalb sich Dissen immer wieder durch das Mittelfeld kombinieren konnte und auf die Abwehrreihe zulief. Dadurch kam Dissen erneut zu einer guten Chance, als Nicklas Galow frei vor Waack auftauchte, den Ball aber knapp neben das Tor setzte.

Die Grün-weißen hatten ihre erste Großchance, gegen die keineswegs sattelfest wirkende Abwehr der Hausherren in der 18. Spielminute, als Vincent Schlüter nach kluger Hackenablage von Pascal Schweer frei vor Torwart Christopher Sievert auftauchte, den Ball aber knapp am Tor vorbei schob. Nur eine Minute hatte der starke Perreira Correia auf der Gegenseite eine 100%ige Torchance, Torwart Waack rettete aber mit Glück und Geschick gegen den Dissener. Das zu diesem Zeitpunkt verdiente 3:0 fiel dann in der 27. Spielminute. Wieder gaben die Grün-weißen den Hausherren nur Geleitschutz und Dissen konnte bis in den Strafraum spazieren. Samed Börekci bedankte sich und traf zum 3:0.

Nach dieser mit Abstand schwächsten halben Stunde der Saison berappelten sich die Borgloher und suchten ihr heil in der Offensive. Nachdem zunächst Torwart Waack ein weiteres Mal stark rettete, kamen die Grün-Weißen zu zwei sehr guten Torchancen, um zu verkürzen. Zunächst scheiterte Marcel Schweer mit einem Schussversuch an einer starken Parade von Sievert. In der 42. Spielminute testete Pascal Schweer die Standfestigkeit des Dissener Tores, als er sich stark gegen die Hintermannschaft durchsetzte und den Ball frei vor Torwart Sievert an den Pfosten setzte. Kurz vor der Pause musste das Trainergespann dann erstmals wechseln. Vincent Schlüter fiel auf seinen ohnehin schon lädierten Arm und musste raus, für ihn kam Florian Symanzik in die Partie. Mit dem 0:3 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel waren die Grün-weißen deutlich besser im Spiel und hatten die Dissener Offensive gut im Griff. In der Offensive fehlte aber zunächst die Durchschlagskraft. Ein erster Schuss von Marcel Schweer in der 56. Minute konnte Sievert erneut stark parieren. In der 62. Spielminute wechselte Borgloh erneut Linksvertediger Jannis Kolbe verließ den Platz für Stürmer Linus Heidemann. Zeitgleich stellten die Borgloher hinten auf eine Dreierkette um und stürmten fortan mit 3 Stürmern. Dies machte sich positiv im Borgloher Spiel bemerkbar, doch den Angriffsversuchen fehlte oft der letzte Biss und die Präzision vor dem Tor. Die größte Chance in dieser Phase vergab Linus Heidemann, als er nach einem Zuspiel von der rechten Außenbahn in aussichtsreicher Position im Fünfmeterraum am Ball vorbei trat.

Es dauerte bis zur 81. Spielminute, ehe Borgloh auf 3:1 verkürzen konnte. Der ebenfalls kurz zuvor eingewechselte Jonas Pottebaum spielte auf Pascal Schweer und der Stürmer drosch den Ball aus 25 Meter in den rechten Torwinkel. Ein schönes Tor, das den Borglohern noch einmal Mut machte. Nur vier Minuten Später konnten die jetzt drückenden Borgloher sogar den Anschlusstreffer erzielen. Pascal Schweer holte einen langen Ball kurz vor der Grundlinie und passte stark auf Linus Heidemann, der den Ball aus fünf Meter Torentfernung einnetzte.

Borgloh drängte jetzt auf den Ausgleich und hatte in der 89. Spielminute sogar die große Chance dazu. Bei einer Ecke stürmte Torwart Johannes Waack mit nach vorne und kam am zweiten Pfosten komplett freistehend am Fünfmeterraum zum Kopfball, setzte diesen aber knapp neben das Tor. In der Nachspielzeit rettete Marco Hebbelmann noch einmal gegen zwei Dissener, als diese auf dem Weg zum leeren Tor an Hebbelmann und dem eigenen Unvermögen scheiterten. Aber es blieb beim 3:2 und langen Gesichtern bei den Grün-weißen.

Nach der sehr schwachen 1. Halbzeit und der daraus entstandenen 3:0 Bürde war es für die Borgloher schwer, noch zumindest einen Punkt mitzunehmen, der nach dem Spielverlauf aber auch nicht verdient gewesen wäre. So stehen die Grün-weißen wieder mit leeren Händen da und spielen spätestens jetzt um den Klassenerhalt.

Am kommenden Wochenende wartet ein schwerer Brocken auf die Borgloher, wenn der Spitzenreiter an der Schulstraße gastiert. Anstoß gegen die Sportfreunde Oesede ist um 14 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 1 Waack – 15 Hebbelmann, 19 Hengelbrock, 13 Müller, 2 Kolbe (17 Heidemann, 62.) – 7 L. Birkemeyer, 5 M. Schweer 84., 9 Kappelmann, 11 Schlüter (10 Symanzik, 43.) – 27 P. Schweer, 3 Degenhardt (25 Pottebaum, 75.)

Tore: 1:0 Nelson Pereira Correia (4.), 2:0 David Peters (8.), 3:0 Samed Börekci (27.), 3:1 P.Schweer (81.), 3:2 Heidemann (84.)

Text: Henrik Meyer zu Allendorf

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